Angabe sagt:') „Die Silberminen bei Neu-Carthago inSpanien waren sehr ergiebig. Sie lagen 20 Furchen (eineFurche zu 220 engl. Yards) von der Stadt entfernt, in einemKreise von 40 Furchen, worin 40,000 Arbeiter unausgesetztbeschäftiget waren, und zu jener Zeit täglich 24,000 Drachmenfür die Römer ausbeuteten."
Jener Bergbau des Bebulo, welcher, wie oben bemerkt,täglich 300 Pfund Silber an Hannibal geliefert haben soll,scheint zu Plinius Zeit nicht mehr ergiebig gewesen zu seyn.Nach neuern Untersuchungen war dieser Bergbau bei Quadal-canal in der heutigen Provinz Cordova, am Fuße der Sierra-Morena gelegen, und die Gewässer, welche nach Plinius Er-zählung in so kostspieliger und unvollkommener Weise aus denGrubcngebäuden geschafft wurden, hatten dieselben längst ganzüberschwemmt; unbekannt ist es übrigens, ob die Gruben ausdieser Ursache, oder wegen Erschöpfung der Silberminen ver-lassen worden sind.
In der Nähe von Carthagena, dem neuen Carthago derRömer, findet sich keine Spur alten Bergbaues und überhauptin diesem ganzen Theile von Murcia kein Vorkommen vonErzen edler Metalle. Es mag daher im Alterthume einenandern Ort des nämlichen Namens gegeben haben. Wennübrigens den Auszügen aus Polybius Glauben beigemessenwerden darf, so muß man daraus schließen, daß die Minenmehr productiv als gewinnreich waren. Rechnet man nämlichdie Drachme zu 7j Pence unsers heutigen Goldes, so würdesich hiernach die täglicheAusbeute der vorerwähntenMinen vonNeu-Carthago auf beiläufig 780 Pf. St. täglich belaufen haben.Dieß unter 40,000 Arbeiter vertheilt, beträgt nur 4j Pencefür jeden Einzelnen. Ein Soldat zu Fuß erhielt zu jenerZeit 2j Pence täglich, nebst Brod, Korn und anderer Nah-rung, welche wenigstens gleichen Werth hatte; so daß auchin der Voraussetzung gleicher Bezahlung eines Minen-Arbei-ters mit einem Soldaten bei dieser Rechnung noch kein Be-triebs-Capital, welches sich beim Bergbaue gewöhnlich sehrhoch beläuft, in Anschlag gebracht ist.
4) l'i -iFillentu 4UNI. III. p. 2M. L4. Lnissli.