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Ueber Production und Consumtion der edlen Metalle / von William Jacob ; Aus dem Englischen übersetzt, mit Benützung handschriftlich mitgetheilter Verbesserungen des Herrn Verfassers und mit eigenen Zusätzen versehen von C.Th. Kleinschrod
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81
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und ungemünztcn Metallvorräthe, welche in dem damaligenAsien gesammelt werden konnten.

Ohne das Vorhandcnseyn einer solchen Masse edler Me-talle zu damaliger Zeit zuzugeben, würde man ihre Quanti-täten in spaterer Epoche nicht nachzuweisen vermögen, inwelcher die weit klarern und genauern Angaben der römischenSchriftsteller die Metall-Reichthümer des Staates und römi-scher Bürger in einem ganz entsprechenden Umfange darstellen.Wiewohl Alexander einen großen Theil seiner in Persien ge-machten Beute an edlen Metallen mit sich nach Europa ge-führt haben mag, so ist doch anzunehmen, daß auch vielesdavon nach der Eroberung im Lande zurückblieb. Die unterdie Krieger vertheilten Belohnungen, die Entschädigungenseiner Alliirten, Hephästions Leichenbegängm'ß, die Geschenkean Harpalus und andere seiner Satrapen können wohl einDrittheil seiner Kriegsbeute verschlungen haben, sowie derUnterhalt seines Hofes und der Armee bis zur Rückkehr viel-leicht einen weiteren sehr beträchtlichen Theil, und diese Be-rechnung wird um so wahrscheinlicher, wenn die ungeheurenin Persien gesammelten Schätze mit dem geringen NachlasseAlexanders bei seinem Tode in Vergleich gebracht werden.Da die unter Alexanders Kriegsgefährten vertheilten Schätzevon diesen, nach der Art der Krieger in allen Jahrhunderten,wahrscheinlich gleich nach dem Empfange im Lande selbstgrößtcntheils verschwendet wurden, so läßt sich unschwer so-wohl der Angabe Arrians über den Betrag der Schätze, welchePtolomäus Evergetes aus jenen, den Nachfolgern Alexanderszurückgelassenen Ländern ohngefähr 240 Jahre nach Chr. G.gezogen; als den Meldungen über die römischen Erpressungenin den nämlichen Ländern; oder endlich den Erzählungen überjene Summe Glauben bcimessen, welche Paulus Aemilius nachseinem Siege über Perseus, einen andern Nachfolger Alexan-ders, bei seinem Triumphzuge in Rom zur Schau trug.*)

*) Nach Plutarch belief sich die Summe der bei diesem Triumphzugeausgestellten edlen Metalle auf 2250 Talente Silber und 213 Talentegemünztes Gold, außer vielen Gold- und Silbergeräthen. LiviuShält diese Ängabe für zu hoch, allein Vellcjus Paterculus schätztselbe auf den doppelten Betrag und letztere Meinung ist wahrschem-I. 6