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Ueber Production und Consumtion der edlen Metalle / von William Jacob ; Aus dem Englischen übersetzt, mit Benützung handschriftlich mitgetheilter Verbesserungen des Herrn Verfassers und mit eigenen Zusätzen versehen von C.Th. Kleinschrod
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sicheren Theilen Asiens vorkommenden edlen Metalle hattensich schon seit lange dort angesammelt. Große Vermebrungbrachten der indische Handel über Ormus und der Verkehrder Karavanen, welche von verschiedenen Gegenden diesemHandelsEmporium zuzogen. Die Schätze des SalomonischenPalastes, seines prachtvollen Tempels und die Ersparnissevon fünf Jahrhunderten wanderten mit den zu Sclaven ge-machten Einwohnern nach der Hauptstadt Nebuchadnezars.

Um die nämliche Epoche hatten die Erfolge des Cambysesdenselben in den Stand gesetzt, die großen Schätze Aegyptens,wie schon erwähnt, nach Babylon zu transponiern, welche,auch abgesehen von allen Uebertreibungen, ungeheure Summenbetragen haben mußten.

Darius vermehrte seine Schätze durch große Auflagen,und wenn auch die großen Expeditionen des ikcrrcs einenbeträchtlichen Theil verschlangen, so konnten dieselben imVerlaufe eines Jahrhunderts von dem Ausgange jener Kriegean bis zu Alexanders Eroberungen wieder am Sitze der Re-gierung mehr als ersetzt^ werden. Wenn demnach HerodotSAngaben über die laufenden Einkünfte des persischen Reichsnur einigermaßen richtig sind, wenn den Erzählungen überSalomons Schätze einiger Glaube beizumessen, wenn die Mi-nen Aegyptens nur ein Vierlheil an Gold und Silber liefer-ten, welches nach Diodor im Palaste zu Theben vorhandenwar, und wenn endlich Herodots Meldungen von den Schä-tzen des Crösus und Pytheus einigermaßen der Wahrheitnahe kommen, so läßt sich mit allem Grunde Appians An-gabe des Betrages der persischen Beute als richtig annehmen,nämlich über 700,000 Ptolomäische Talente oder mehr als40 Millionen Pf. St. unserer Währung.

Das vorhandene Gold und Silber, oder wenigstens dergrößte Theil desselben wurde in damaligen Zeiten und nachjenem Zustande der Cultur und Sitten von den Eroberernfortgeführt. Persien hatte alle jene Länder, in welchen dergrößte Theil edler Metalle vorkam, erobert; daher die nach-folgenden Römer wenig mehr fanden; es erscheinen demnach40 oder 50 Millionen Ps. St. oder selbst eine noch größereSumme kaum als eine übertriebene Schätzung der gemünzten