Viertes Capitel.
Von der Bewirthschaftung der Minen unterrömischer Herrschaft.
Es wurde schon oben erwähnt, daß die Römer nur sehrwenige Minen in Italien besaßen und diese nach PliniusBemerkung von sehr geringer Ergiebigkeit.
Vor dem Beginne des ersten panischen Krieges, ohngefähr490 Jahre nach der Erbauung Roms oder 260 Jahre vorChristo bearbeiteten dieselben zuverlässig keine Gold- undSilberminen in irgend einem Theile Italiens.*)
Ueber die Verwaltung der wenigen dazumal von ihnenbesessenen Kupfer- und Eisenminen besitzen wir keine Nach-richten. Wir sind daher genöthiget, unsere Kenntnisse überdie finanzielle Bewirthschaftung der Minen edler Metalle ausspätern Quellen zu schöpfen.
*) Mit etwaiger Ausnahme einiger Goldwäschereien in Oberitalien.„Im obern Theile Italiens gab es Eisen, Gold und andere Me-talle. Unter diesen suchten die alten Einwohner, die Salassier,vorzüglich das reiche Gold auf. Sie verrichteten dieß durch Sei-fe »werke, indem sie den Po in Canäle zerschnitten, um dadurchdas Metall zu gewinnen; ein Gebrauch, der auch unter den Römernfortdauerte, und zu dessen Beobachtung die römischen Finanzpächtervon den Barbaren das Wasser des Po zu pachten pflegten." 8trad«IV. p. 314. A. d. Ü
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