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Zuwachs; am meisten lockte der Gewinn auZ dem Verkaufeder Personen, welche zu Sklaven gemacht wurden. Nebender Leichtigkeit, Sklaven zu machen, besaßen die Piraten aufder Insel Delos, einem großen und reichen Handelsplätze,ein eigenes Depot, worin sie in einem und dem nämlichenTage eine große Menge Sklaven unterbringen und verkaufenkonnten.
Die Römer trugen zur Vermehrung dieser Art Seeräubereisehr viel bei. Nachdem sie durch die Zerstörung von Karthagound Korinth große Reichthümer erworben hatten, gebrauchtensie sehr viele Sklaven, welche ihnen die Seeräuber von allenSeiten herbeibrachten, indem sie alle Personen, derer sie hab-haft werden konnten, ihrer Freiheit beraubten.
Im östlichen Asien, in Acgypten und in Spanien sindnach den vorhandenen Nachrichten die in den Minen ver-wendeten Sklaven nicht durch Seeräuberei erworben worden,sondern durch eine Art Conscription aus den benachbartenGegenden; jedoch aller Wahrscheinlichkeit nach unter nichtweniger die Menschheit verletzenden Umstanden, als bei demoffenen Raube. In einigen Fällen scheint auch ein dem spa-tem Feudal-Systeme nicht unähnliches Dienstbarkeits-Ver-hältniß in dieser Beziehung Statt gefunden zu haben, na-mentlich bei dem Bergbaue in Macedonien; so berichtet Livius,*)daß der römische General Paulus Aemilius nach der Besitz-nahme Macedoniens die Bauern der Provinz von der Ver-pflichtung entbunden hatte, in den Minen zu arbeiten, wiesie früher nach dem Befehle des Finanzpächters thun mußten.
Allein weder mit der Arbeit von Sklaven, noch mit jenervon Dienstbaren konnten die Minen am Vortheilhaftesten be-trieben werden, indem in letzterem Falle ein hoher Gradvon Unterdrückung und Strenge geübt werden mußte und imersten Falle großer Kostenaufwand für den Ankauf der Skla-ven erforderlich war; in beiden Fallen aber nur die schlechtesteArbeit, und nur soviel geleistet wurde, als durch Terrorismzu erzwingen war.
Die Römer trachteten vor Allem, die Verwaltung ihrer
y LlviuS 45. B. Cap. 18.