KodenS.*) Folgerichtig gingen aber alle früheren Souve-rainitätsrechte der Minen in den eroberten Ländern auf dierömische Regierung über. Die Römer waren in der Berg-baukunst unerfahren, gleichwie in allen Künsten, welche nichtauf Kriegführung Bezug nahmen. Da sich die Minen in deneroberten Ländern nach ihrer'Beschaffenheit, Tiefe und Artder Gewinnung, wie natürlich, höchst verschieden verhielten,so erschienen die Römer in diesem Bezüge allenthalben alsdie Schüler der überwundenen Nationen und waren genö-thigct, den schon eingeführten Betriebsmethoden blindlingszu folgen.
Die Handarbeiten in den Minen der eroberten Länderwurden von Sklaven verrichtet, eine von den Römern umso mehr beibehaltene Sitte, als sie selbst an Sklavenarbeitim Hause und beim Ackerbaue gewöhnt waren. Ueberhauptscbeint, nach den ältesten Nachrichten, die Sklaverei zuerstgewissermaßen aus einer beginnenden Milde der Sitten ent-sprungen zu seyn, indem man ftüherhin die Kriegsgefangenentödtcte, daher die Sklaverei immer noch milder erscheint, alsrücksichtsloses Blutvergießen.
Was inzwischen auch immer ihr Ursprung gewesen seynmag, so gewann dieselbe bald, genährt durch die niedrigsteGewinnsucht, eine ungemeine Ausdehnung. Sie knüpfte sichan die Handels-Jntekdffen und wahrscheinlich schon an diefrühesten Schifffahrts-Unternehmungen der Griechen. Homererzählt in der interessanten Geschichte des Eumäus,**) daß dieGriechen bei ihrem Handel nach entfernten Gegenden die Ein-wohner singen und als Sklaven verkauften.
Wir finden in Strabo *") einige Nachrichten über dieseOperationen, welche einen Begriff von ihrer Ausdehnungund der systematischen Art ihrer Ausführung gaben. „Trypon,sagt er, welcher einen befestigten Platz in Cilizien besaß, or.ganisirte zuerst eine Compagnie Seeräuber und erhielt bald
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Och'ssev XIII. 8. v. 4N3, XIV. 8. v. 15, XV. 8. v. 288.
*-) 8<r»bo XIV. 8. V-w ».