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Ueber Production und Consumtion der edlen Metalle / von William Jacob ; Aus dem Englischen übersetzt, mit Benützung handschriftlich mitgetheilter Verbesserungen des Herrn Verfassers und mit eigenen Zusätzen versehen von C.Th. Kleinschrod
Entstehung
Seite
92
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Silber soll in Rom erst im 485sten Jahre nach dessenErbauung, oder 266 Jahre vor unserer Zeitrechnung ausge-prägt worden sein, was deßhalb wahrscheinlich ist, weil mankeine Silbermünzen von früherem Datum gefunden hat; wie-wohl nach Pomponius eine Münze schon 23 Jahre vor diesemQuästorate eingerichtet wurde. Wahrscheinlich diente dieselbezur Ausprägung von Kupfermünzen. Die ersten römischenGoldmünzen folgten den Silbermünzen in einem Zeitabschnittevon 62 Jahren; zur Zeit von Augustus Thronbesteigunghatten daher die Silbermünzen gegen 200 Jahre und dieGoldmünzen beiläufig 150 Jahre bestanden.

Es läßt sich nicht annehmen, daß bei den unvollkommenenEinrichtungen der ersten Ausmünzungen große Massen edlerMetalle in Münze umgewandelt worden, daher deren Rci-bungsverlust auf die Gesammtvorräthe an solchen von irgendwesentlichem Einflüsse gewesen sei.

Jedenfalls würde selbst dieser Verlust bei den damaligenGoldmünzen wegen ihrer größeren Reinheit etwas geringergewesen seyn als in späteren Epochen, indem es eine auchschon sehr frühzeitig bekannte Thatsache ist, daß das Gold destoweniger.durch Reibung verliert, je reiner es ist. Ohne hierin die chemischen Gründe dieser Erscheinung einzugehen, darfdie Thatsache als richtig angenommen werden, und die Altenschienen selbe auch schon zu kennen; die Kunst das Gold zuraffiniren, betrieben sie sehr frühzeitig. Wir lernen von Pli-nius*) daß zu seiner Zeit das Gold mit Quecksilber raffinirtwurde, da dieses das Gold in sich aufnimmt, die übrigenunedlen Metalle aber zurückstößt; durch Pressen des Amal-gams durch Häute, wobei das Quecksilber durch die Porendringt,^das jGold aber zurück bleibt, wurde letzteres wiederrein gewonnen.

Schon zur Zeit Philipps von Maccdonicn hatte man dieKunst, das Gold zu raffiniren, zu großer Vollkommenheit ge-bracht, denn seine Münzen sind von der höchsten Reinheit;sie wetteifern in dieser Beziehung mit den Münzen seinesSohnes Alexander und jenen der nachfolgenden Fürsten und

') Plinius 33. B. Cap. 6.