Städte. Die reinste heut zu Tage in Umlauf befindlicheGoldmünze ist die englische. Der englische gesetzliche Münz-fuß besteht in 22 Karat reinem Golde und 2 Karat Legirung.Letztere ist in allen übrigen europäischer Goldmünzen höher,mit Ausnahme weniger holländischen Gepräge. Die Gold-münzen des Alterthums zu gewisser Epoche waren weit reiner.Jene von Alexanders Nachfolgern in Aegypten enthalten23 Karat 3 Gran -reines Gold und nur eine Gran Legirung.Pinkerton erwähnt nach Bodius Erzählung, daß die PariserGoldschmiede bei der Untersuchung einiger Goldmünzen Ves-pasians nur Legirung darin gefunden haben.
Es scheint jedoch nicht, daß der nämliche Grad von Fein-heit bei den Silbermünzen des Alterthums geherrscht habe.Die griechischen Silbermünzen sind geringer als unser Münz-fuß; ebenso die frühesten römischen, jedoch nur um ein Weni-ges; allein von der Regierung des Severus an wurde dieMünze sehr schlecht bis zu der Zeit Diocletians. Bon Clau-dius Gothikus bis zu Diocletian, nämlich von der Epochevon 270 — 284 unserer Zeitrechnung, in welcher acht Kaiserregierten, ist die Silbermünze selten, allein sie scheint sichstufenweise verschlechtert zu haben.
In Spanien, von woher das meiste Silber kam, tratenUsurpatoren auf, welche das Metall sehr verschlechterten.Plinius sagt*): »misouit clvnario triumvir ^ntoni»8 kerrnmaund Pinkerton erwähnt, er habe einen Denar des Antoniusuntersucht und gefunden, daß er gleich Eisen vom Magneteangezogen werde.
Die unter den römischen Kaisern geprägten ägyptischenMünzen hatten zuerst einen leidlichen Gehalt, aber verschlech-terten sich allmahlig in eine Metallmasse, welche die französi-schen Münzschriftfteller ?ot>i> nannten, und welche aus einerMischung von Kupfer und Zinn, mit einem sehr geringenZusätze von Silber bestand.
Der größte Reibungsverlust bei unsern Münzen kömmtbei den kleinen Geldstücken vor; man giebt denselben füreinen bestimmten Zeitraum auf mehr als den doppelten Be-
Plinius 3». B. Cap. ».