Sechstes Capitel.
Ueber die Einwirkung der vermehrten Quantitätedler Metalle auf die Preise; von den frühestengeschichtlichen Zeiten bis auf die Epoche desrömischen Reichs nnter Angustus.
Wenn die beiden edlen Metalle wirklich, abgesehen vonihrer Eigenschaft als Werthmcsser alles Eigenthums als reelleGüter für sich, gleich allen übrigen betrachtet werden dürfen,so müssen sie in gleicher Weise den Einflüssen der Seltenheitoder des Ueberflusses unterliegen, wenn auch ihr relativerWerth unter .sich unverändert bleiben sollte. Sind Gold undSilber selten, so wird man eine größere Menge anderer Uten-silien für selbe erhalten und umgekehrt, und es ist dann nichtder Fall, daß diese andern Artikel wirklich theurer oder wohl-feiler geworden sind, sondern nur die edlen Metalle häufigeroder seltener.
Allerdings unterliegt es wesentlichen Schwierigkeiten, dieseVerhältnisse der Metallwerthe zu den Preisen der übrigenArtikel mit einer gewissen Schärfe zu bestimmen. Letztere sindihrerseits gleichfalls großen Schwankungen unterworfen; ent-springend aus Ueberfluß oder Mangel, Einfluß der Jahres-zeiten, der Witterung, Unterbrechung durch Kriege, Hungers-noth (welche in alten Zeiten weit häufiger eintrat als heut-
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