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zutage) und unzählige andere Ursachen. Nicht minder schwie-rig ist es, das Steigen und Fallen der edlen Metalle imAlterthume zu bestimmen, da in Ansehung der Gewichtsver-änderungen, der verschiedenen Grade der Reinheit des circuli-renden Metallgeldes, und der Verkaufsmaaße große Unsicher-heit besteht.
In den frühesten Epochen der Gesellschaft konnte derHauptverkehr nur in den Nothwendigkeiten des-- Lebens be-standen haben und sobald der Ackerbau allgemeiner wurde,erschien Getreide als der beste Werthmesser von Gold undSilber, wiewohl weit entfernt von einem ganz sichern An-haltspunkte. In einer Epoche und Gegend bewirkten Boden,Klima und Lebensweise Wohlfeilheit eines Artikels; in derandern Theuerung; so war in Athen zur Zeit Solons einSchaf anderthalb Bushels Korn werth; vor einigen Jahrhun-derten hatte in England ein gegebenes Gewicht Korn gleichenWerth mit dem nämlichen Gewichte Fleisch und in einer nochspätern Epoche galt nach Hume ein Pfund Hafermehl in denschottischen Hochlanden gleich einem Pfund Dchsenfleisch.Ebenso verschieden verhielten sich in verschiedenen Zeiten undLändern die relativen Werthe der Getreidearten unter sich;bald machte Weizen, bald Gerste, bald Hafer die Haupt- .Nahrung aus, und in frühern Zeiten und wenig bevölkertenGegenden bildeten die wild wachsenden Früchte einen Theilder Hauptnahrungsmittel. Jede Untersuchung über Preis-verhältnisse und Veränderungen kann daher nur mehr. oderminder große Annäherung der Wahrheit, niemals aber Ge-nauigkeit gewähren.
Die griechischen Geschichtschreiber waren zu sehr mit dengroßen Fragen der Politik und Kriegsereignisse beschäftigt,um dem Preisverhältnisse des innern Verkehrs eine nähereAufmerksamkeit zuzuwenden. Nach Böckh's Untersuchungen*)kostete zu Solons Zeit (550 Jahre v. Ehristo) ein Ochse inAthen 5 Drachmen oder nahe bei 3 Schilling unserer Wäh-rung; ein Schaf 1 Drachme; ein Medimnus ll Bushel3 Gallonen) Korn gleichviel wie ein Schaf; allein die Preise
') Dbckh q. a. O. Bd. I. I>. 84.