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Ueber Production und Consumtion der edlen Metalle / von William Jacob ; Aus dem Englischen übersetzt, mit Benützung handschriftlich mitgetheilter Verbesserungen des Herrn Verfassers und mit eigenen Zusätzen versehen von C.Th. Kleinschrod
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105
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und standen etwas höher als zur Zeit des Augustus, nämlichder cngl. Quarter zu 3 ,Pf. Sterling 3^ Schilling heutigerWahrung.

Der Preis des Brodes in Rom scheint zu Lebenszeitendes Plinius beiläufig der nämliche, oder etwas niedriger ge-wesen zu seyn, als heutzutage in London.

Man verfertigte Brod zu verschiedenen Qualitäten undPreisen. Plinius führt vier derselben an, nämlich Osti-smü,mit Austern gebacken; tolngnm, welche unsern Semmelnam nächsten gekommen seyn mögen; 8;,6u8tlci, so genanntvon der schnellen Bereitungsart; endlich ^rtaptieH, welche inbesonderen, mit diesem Namen belegten Oefen gebacken wur-den. Diese letzten scheinen unserer Mittelsorte von Weizen-brod am ähnlichsten gewesen zu seyn und wurden nach Ar-buthnot's Berechnung zu 3 Schilling 2 Pence für den Laibverkauft. Die Viehprcise hielten im Steigen gleichen Schrittmit den Getrcideprcisen. In einer frühen Epoche der römi-schen Geschichte, zur Zeit des Epicharmis, beiläufig 400 Jahrevor unserer Zeitrechnung betrug der Preis eines Kalbes einenSchilling sieben Pence, eines Schafes sieben Pence drei Far-things und der Preis eines Ochsen so viel als für zehn Schafe.Dieß erhellt aus den Strafgesetzen, indem die Strafen ur-sprünglich in Vieh ausgedrückt und bezahlt, nachher aber zuden laufenden Preisen des Viehes in Geld berechnet entrichtetwurden. Die Preise aus einer spätern Epoche finden sich inden noch auf uns gekommenen Schriften Varro's, (denn dergrößere Theil seiner Werke ging verloren) welcher um die Zeitder Geburt unsers Heilandes lebte. Diesem Schriftsteller zu-folge betrug nach Arbuthnots Berechnungen der Preis einesSchafes dazumal 25 Schillinge; eines Kalbes 3 Pf. Sterl.2j Schilling und eines Ochsen 12 Pf. Sterl. 10 Schilling.*)Wiewohl die Bezahlung der Truppen kein genaues Maaßdes Werthes der edlen Metalle abgeben kann, so darf selbedoch nicht ganz unberücksichtigt bleiben. In frühern Zeiten

*) Die meisten Angaben über die Getreide- und Viehpreise sind nachArbuthnot, in dem 2. und 4. Capitel seiner zweiten Abhandlung,angeführt. Siehe i>. 120 und 12K der II. Ausgabe von 1827.