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Ueber Production und Consumtion der edlen Metalle / von William Jacob ; Aus dem Englischen übersetzt, mit Benützung handschriftlich mitgetheilter Verbesserungen des Herrn Verfassers und mit eigenen Zusätzen versehen von C.Th. Kleinschrod
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106
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erhielten die römischen Soldaten gleich den griechischen keinenSold. Erst vierhundert sieben Jahre vor unserer Zeitrechnungward derselbe bei der Infanterie und einige Jahre späterwährend der Belagerung von Veji bei der Cavallerie einge-führt. *) Im Anfange betrug der Sold 3 Aß (2 Pence1 Farthing) für die Fußtruppen, das doppelte für die Cen-turionen und das dreifache für Reiterei.**)

Beiläufig 150 Jahre v. Chr. wurde den Truppen bei demnämlichen Solde noch eine Zulage an Getreide, ziemlich all-gemein vier Pecks (Viertel eines englischen Scheffels) desMonats verabreicht. Julius Cäsar verdoppelte ohngefähr80 Jahre später diesen Sold auf 6 Aß, ***) und Augustussetzte ihn abermals 60 Jahre später aus 10 Aß. ff) Auch ver-willigte dieser Kaiser Allen, welche 20 Jahre gedient hatten,reichliche Pension auf Lebenszeit,-sss) wodurch eine große Er-munterung zum Kriegsdienste gewährt wurde. Diese Soldeshöhungen ausschließend dem allmähligen Zuwachse der edlenMetalle im römischen Staate zuschreiben zu wollen, möchtesich jedoch nicht genügend rechtfertigen lassen. Zu wichtigwar die Stimmung der Truppen für die Machthaber, alsdaß diese Rücksicht nicht auf ihre höhere Bezahlung Einflußgehabt haben sollte; welcher Antheil hieran aber politischenMotiven und welcher der Vermehrung des Goldes und Sil-bers zuzuschreiben sey, ist wohl näher zu ermitteln unmöglich.

*) Livius B. IV. 59. u. B. V. 7.

*») Polybius VI. 37.

»»») Suetonius, Jul. 26.st) Suetonius, August. 49.

stst) t-ronuvius <Ie pecum» Vetei', I-ib. III. z>. IA).