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Ueber Production und Consumtion der edlen Metalle / von William Jacob ; Aus dem Englischen übersetzt, mit Benützung handschriftlich mitgetheilter Verbesserungen des Herrn Verfassers und mit eigenen Zusätzen versehen von C.Th. Kleinschrod
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Es ist nicht wahrscheinlich, daß unter den Kaisern dieAusgaben des Hofes, oder nach dem modernen Ausdrucke dieEivilliste von den allgemeinen RegierungS-Ausgaben, ein-schlüffig der Militärkosten, ausgeschieden worden. RegelmäßigeEontrollen über Einnahmen und Ausgaben bestanden nicht;letztere lagen in der Neigung zu Verschwendung und Spar-samkeit derjenigen, welche die höchste Gewalt in Händen hatten.Die Monarchen vermochten daher Geld anzuhäufen, wenndieß in ihrer Neigung lag und die vorgenannten hinterlassenenSummen einiger derselben waren der Größe ihres Reichs undder damaligen Circulationsmasse edler Metalle nicht mehr un-angemessen, als z. B. dem Nachlasse Heinrichs Vkl. von Eng-land im Jahre 1507, welcher an verborgenen Stellen in sei-nem Palast zu Richmond nicht weniger als 2,700,000 Pf.St. in Silbergeld hinterlegt hatte. Reiche, welche vorzüglichauf militärischer Macht beruhen, sind genöthigt stets großeBaarsummen für alle Vorkommnisse bereit zu halten. DieseMaßregel machten sich stets die Vorsichtigern unter den römi-schen Kaisern eigen , indem einige unter ihnen ihre Erhebungselbst, die meisten derselben aber ihre Erhaltung Per Lageverdankten, jeden Moment über große Mittel zur Belohnungund Aneiferung der Truppen, oder zur Beschwichtigung ihrerBeschwerden verfügen zu können. Ob inzwischen die Einkünftedes römischen Reichs wirklich auf 10 Millionen Pf. Sterl.oder aus welche annähernde Summe sich selbe beliefcn, ist fürunsern gegenwärtigen Zweck von geringerer Wichtigkeit, alsdie Untersuchung über die Art und Weise, wie selbe in derHauptstadt zusammenfloß und sich von da aus wieder nach denverschiedenen Provinzen dieses ausgedehnten Reichs verbreitete.

Es ist wohl bekannt, daß die Anordnungen des Augustusdahin lauteten, den Tribut in Silbergeld zu sammeln und anden kaiserlichen Schatz einzusenden, allein kaum glaublich er-scheint die Möglichkeit, eine solche Summe von 10 Millionenaus entlegenen Provinzen einzubringen.

Die Straßen waren zwar bis zu den Reichsgränzen aus-gedehnt; aber sie waren nicht für Räderfuhrwerk geeignet unddienten bloß für Reiter und Militärtransporte. Das Silberkonnte daher nur auf Pferden fortgeschafft werden; allein die

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