gemünztes Metall in Deposito erhalten, um jeder Nachfragesogleich zu genügen. In alten Zeiten war die Münze mei-stens in den Händen der Regierungen, welche sich ihrer nurin dringenden Fallen entäußerten. Wenn es heutzutage schwie-rig seyn würde, die im Besitze der Banken und BanquierSbefindlichen Summen zu berechnen, so erscheint die Schätzungnoch schwieriger, welche Summen sich beiläufig in den Schatz-kammern der Regierungen des Alterthums hinterlegt und inUnthätigkeit befanden.
Man hat gefunden, daß der Reibungsverlust bei kleinenMünzen weit beträchtlicher ist als bei großen.*)
Vorgenommenen Untersuchungen zufolge wird der Verlustunserer Sirpencestücke auf den dreifachen Betrag gegen jenender halben Kronen und auf beinahe den doppelten gegen dieSchillinge angegeben. In Ansehung dieser ^oder ähnlicherVerhältnisse bei den Münzen des Alterthums jedoch erman-geln wir aller Kenntnisse. Der Reibungsverlust ist fernerweit größer bei Silber- als bei Goldmünzen; allein auch diebeiderseitigen Werths- und Umlaufs-Verhältnisse dieser Me-talle im Alterthume sind sehr veränderlich; bisweilen findenwir das Gold mit dem 9 fachen, und andere Male mit dem13 bis 11 fachen Werthe des Silbers. Wenn jedoch auchdieses Werthsverhältniß constant geblieben wäre, z. B. Goldim 10 fachen Werthe des Silbers, so folgt daraus noch kei-neswegs, daß die Summe des umlaufenden Silbers jene desGoldes um das 10 fache Gewicht übertreffen habe.
Die unter den römischen Kaisern cirkulirenden Silbermün-zen waren dicker im Verhältnisse der Masse als unsere mo-dernen Münzen, und daher weniger Reibung unterworfen;dagegen war innerhalb der vier bis fünf Jahrhunderte, welchewir gegenwärtig betrachten, die Cirkulation der kleinern Mün-zen in steter Zunahme gegen das Verhältniß derselben zuden groben Münzforten zur Zeit des Augustus; daher hier-durch Her geringere Verlust wegen der Dicke derselben mehrals ausgewogen wurde.
*) Man sehe den Anhang Nr. 1.