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Ueber Production und Consumtion der edlen Metalle / von William Jacob ; Aus dem Englischen übersetzt, mit Benützung handschriftlich mitgetheilter Verbesserungen des Herrn Verfassers und mit eigenen Zusätzen versehen von C.Th. Kleinschrod
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127
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In der Epoche"der Jahre S5 — 476 unserer Zeitrechnung,in welcher die Ausbeute der Minen stets mehr in Abnahmekam, bis sie zuletzt ganz aufhörte, ist es sehr wahrscheinlich,daß auch Ausprägungen von solchen Massen edler MetalleStatt fanden, welche bereits zu Verzierungen, Prachtgeräthenoder häuslichen Bequemlichkeiten verwendet waren. Es läßtsich indessen nicht annehmen, daß die Menge Gold und Sil-ber, welches in der Form von Verzierungen und Geräthschaf-tcn dazumal im Privatbesitze sich befand, sehr groß gewesenoder wenigstens demjenigen Verhältnisse zu den ausgeprägtenedlen Metallen nahe gekommen sey, welches im neueren Eu-ropa zwischen diesen beiden Arten Metallreichthum herrscht.Die Römer brachten ihr Leben großentheils an öffentlichenOrten zu und scheinen die Bequemlichkeiten des häuslichen Le-bens nur unvollkommen gekannt zu haben. Die Besitzergroßer Reichthümer strebten nach Berühmtheit und Machtdurch Popularität; diese Absichten konnten nicht durch pracht-volle häusliche Einrichtungen erreicht werden; sie erschienendaher verschwenderisch in solchem Aufwand, welcher auf daSPublikum berechnet war und sparsam in häuslichen Ausgaben.

In frühern Zeiten waren daher ihre Häuser aus Holz er-baut und noch zu Augustus Zeiten mit Schindeln gedeckt.Ihre Wohnungen waren weder mit Kaminen zur Abführungdes Rauches, noch mit Glasfenstern versehen. Eine Oeffnungin der Mitte des Daches gestattete dem Regen Eingang, indem Raume im Innern, welcher impluvimn oder eompluviumgenannt wurde und dieselbe Oeffnung diente zum EinfallendeS Lichtes. Selbst in den Villa's, in welchen der größteLuxus der Römer sich entfaltete, waren die Scheunen, Stal-lungen, Wein- und Oelmagazine, Getreide- und Fruchtspei-cher, sowie die Schlafräume für die Sklaven in einem Ge-bäude mit den Wohnungen der Eigenthümer vereinigt undin der Höhe, der Aussicht wegen, befand sich das Speise-zimmer, ohne daß der Geruch der Ställe oder die Unruheder Arbeiter und häuslichen Verrichtungen als Störung an-gesehen wurde.

Die Kleidung auch der vornehmsten Familien wurde inihren eigenen Häusern verfertigt. Die Hausfrau mit dem