Buch 
Ueber Production und Consumtion der edlen Metalle / von William Jacob ; Aus dem Englischen übersetzt, mit Benützung handschriftlich mitgetheilter Verbesserungen des Herrn Verfassers und mit eigenen Zusätzen versehen von C.Th. Kleinschrod
Entstehung
Seite
138
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Einfluß behauptet zu haben. Es wurden weder in Afrika«der Asien -neue Minen eröffnet, noch jene in Thracien undJllyrien, welche so reiche Ausbeute geliefert hatten, im Be-triebe erhalten. Constantin verwendete, wie Gibbon wiewohlnach einer nicht ganz glaubwürdigen Autorität anführt,*)60,000 Pfunde Gold, oder 2,500,000 Pf. St. unserer Wäh-rung auf die Erbauung der Mauern, Wasserleitungen undPoetiken der neuen -Kaiser-stadt und zog mehrere römischePatricierfamilien dahin, indem er ihnen große Grund-Besitzun-gen in den asiatischen Provinzen unter der leichten Bedingungschenkte, in der Stadt die glänzenden Paläste zu unterhalten,die er ihnen aufbauen ließ. Durch diese und ähnliche Maaß-regeln wurde die neue Stadt reich und bevölkert und die um-liegende Provinz cultivirt und productiv, jedoch nur auf Ko-sten Roms und Italiens. Montesquieu sagt: „ObgleichRom an sich dazumal nicht ganz so groß war als heutzutage,so waren doch dessen Norstädte ungemein ausgedehnt. Italien,mit Lusthäusern übersäet, war so zu sagen nur der Gartender Stadt, die Feldarbeiter Roms befanden sich in Sicilien,Aegypten und Afrika, seine Gärtner in Italien. Die Lände-reien wurden nicht von römischen Bürgern, sondern vonSklaven bebaut; allein als der Sitz des Reiches nach demOsten verlegt wurde, so konnte man sagen, Rom sey nachByzanz versetzt worden. Die Großen nahmen ihre Sklavenmit dahin, oder mit andern Worten fast die ganze Bevölke-rung und Italien wurde seiner Bewohner beraubt. Und da-mit die neue Stadt in keinem Stücke der alten nachstehenmüsse, veranlaßte man die Zufuhr des ägyptischen Weizensnach Constantinopel und bloß jene aus den übrigen afrikani-schen Besitzungen nach Rom." **)

Der Tribut der Provinzen, welcher zu Plinius Zeit inSilber abgeliefert werden mußte, durfte nun bloß in Goldoder nur in Silbermünze aus den kaiserlichen Münzen einge-sammelt und übersendet werden. Es ist bereits erwähnt

*) Dscline »nä taN. c. 17.

**) Alontsüguisu gi-Lnäenr et llveackeircs äss ktimuun». crep. XV ill