erworben. Die Völker, welche einzelne Gebietstheile der rö.mischen Herrschaft eingenommen hatten, begannen allmähligihre Gemeinheiten in, wenn auch nicht friedfertige, doch or-gamsirte Niederlassungen auszubilden. Die noch unbesiegtenGermanen, in näheren oder entfernteren Verbindungen mitHunnen, Wandalen, Suevcn oder andern Völkerschaften hattendie Herzogthümer von Böhmen, Bayern, Schwaben, Sach-sen und verschiedenen andern unabhängigen Staaten errichtet.Die Gothen, Alcmanen und Burgunder bildeten die Nationder Franken unter Chlodwigs Nachfolgern, während ein gro-ßer Theil Galliens von den Wcstgothen besetzt war, welchein Verbindung mit den Sueven fast ganz Spanien einnahmen.Die Ostgothcn, im Besitze fast von ganz Italien, hatten daslombardische Königreich gegründet. Die sächsische Hcptarchieherrschte in England. Die römische Herrschaft in Afrika be-fand sich, ohngcachtet sie das ephemere Königreich der Wan-dalen vernichtet hatte, in einem solchen Zustande von Schwäche,daß selbe den Anhängern des neuen arabischen Propheten zurleichten Beute werden mußte. Von dieser ganzen Epoche,innerhalb des beiläufigen Zeitraumes von -180 bis 680 läßtsich auch durch die sorgfältigste Nachforschung in keinemSchriftsteller eine Spur von Bergwerks-Unternehmungen auf-finden. Zwar sind die Quellen aus jener Epoche selten undaus jenen der folgenden Epoche des Zeitalters Karls desGroßen läßt sich nichts über diesen Gegenstand entnehmen,es bleibt daher nur dasjenige übrig, was aus den dunklenSchriften des Mittelalters aufzufinden ist.
Wenn wir den obigen hypothetischen Calcul über die Ab-nahme der circulirenden edlen Metallmasse für diesen Zeitraumfortsetzen, in welchem gleichfalls keine neuen Gold - und Sil-ber-Ausbeuten hinzukommen, so ergibt sich über den Bestanddes Gesammt-Geld-Capitals damaliger Zeiten folgende weitereUebersicht:
Zm Jahre 518 . . 78,229,700 Pf. St.
„ „ 554 . . 70,406,730 „ „
590 . . 63,364,057 „
„ 626 . . 57,027,652 „ >>
„ „ 662 . . 51,324,887 „ „