Im Jahre 1470 hielt Eduard IV. den König Heinrich VI.im Tower gefangen. Dessen Bedienung bestand aus 10 Per-sonen und die bewilligten Gesammtkosten für seinen Unterhaltbetrugen 3 Pf. St. 10 Sch. die Woche. IHiIero. Vvl. II.I>. 712.
Nach dem IHmnIariz ^„glicanmn von Mador war derLady Anne, Tochter des Königs Richard III., welche an LordHoward, Sohn des Grafen Surry verheirathet war, im Jahre1496 wöchentlich 1 Pf. 11 Sch. zum Unterhalte ausgesetzt;ferner für ein Gcsellschaftsfräulein, eine Kammerfrau, eineJungfer, einen Cavalier, einen Kutscher und drei Stallknechte,zusammen 8 Personen 80 Pf. 12 Sch. jährlich mit Einschlußihrer Kleidung und Löhnung, dann noch 25 Pf. *10 Sch.4 P. für Haltung von 7 Pferden. Es konnte hiernach nocham Schlüsse des 15. Jahrhunderts, um die Zeit der Ent-deckung von Amerika, jedoch ehe noch edle Metalle von daherin Europa in Umlauf gekommen waren, eine so vornehme Fa.milie nebst 7 Pferden mit wenig mehr als 100 Pf. St.jährlich unterhalten werden.
Als im Jahre 1310 der Templerorden in England aufge-hoben und sein großes Besitzthum von der Krone eingezogenwurde, scheint der Unterhalt, welcher seinen Mitgliedern be-willigt worden, zu ihrem Range und dem Ueberflusse, inwelchem sie zu leben gewohnt waren, in großem Mißverhält-nisse gestanden zu haben. Der Großmeister erhielt eine Pen-sion von täglich sechs Sch. und jeder Ritter einen Sch. unseresGeldes.
Nach der Chronik betrug der Preis des Weines von Na-cheile während der Regierung König Johanns im Jahre 12163 Pf. St. pr. Tonne, welche dazumal, wie gegenwärtig,nahe an zwei Pipen hielt. Wein von Anjou wurde zu 3 Pf.12 Sch. und der beste französische Wein zu 4 Pf. p. Tonneverkauft. Nach Angabe von Rymers koellora (Vol. I. p. 36)finden wir 1236 den Detailpreis von Wein zu 6 P. für denGallon. In Stow's Survey vom Jahre 1313 findet sicheine Rechnung des Schatzmeisters des Carl von Leicesier, welcherder größte Verschwender seiner Zeit gewesen zu seyn scheint;hiernach betrug dessen jährliche Weinconsumtion 371 Pipen,