Buch 
Ueber Production und Consumtion der edlen Metalle / von William Jacob ; Aus dem Englischen übersetzt, mit Benützung handschriftlich mitgetheilter Verbesserungen des Herrn Verfassers und mit eigenen Zusätzen versehen von C.Th. Kleinschrod
Entstehung
Seite
8
JPEG-Download
 

einwirken, allein diese Hemmungen wurden nach verstärktdurch die Unsicherheit seines Betrages, welcher in kurzen Zeit-räumen sehr bedeutend variirte. Es wurde Oben erwähnt,daß derselbe in einem Rcgicrungsjahre Eduards IV. bei denGoldmünzen bis auf 13 Procente gestiegen war; im folgendenJahre betrug er 6 und nach weiteren drei Jahren nur 4Procente. Im 37sten Regierungsjahre Heinrichs VIII. betrugder Schlagschatz über 16 Procente, während er im vorherge-henden Jahre nur 8 und noch ein Jahr früher nur 3 Procentebetragen hatte. Da die unter einem Regenten geprägtenMünzen alle das nämliche Gepräge führten, so liefen diegeringerhaltigen unter den bessern um und verursachten vielenClassen Verluste, da sie nur durch die Gehaltsprobe bei denLombarden und Goldschmieden unterschieden werden konnten.

Diejenigen, welche Goldgeschäfte im Großen betrieben,fanden Mittel, ihre Zahlungen und Abrechnungen unter sich ohneBerücksichtigung des gesetzlichen Umlaufwcrthes der Münzen,und bloß nach ihrem Feingehalte abzumachen. Bezahltenoder empfingen sie aber englische Münzen unter ihrem ge-setzlichen Nennwerthe, so unterlagen sie schweren Strafen,weßhalb sie sich deren selbst unter sich nur mit Widerwillenbedienten. Allein auch die, geringern Gewerbsleute wurdendurch erlittene Verluste belehrt, die englischen Goldmünzensoviel möglich zu vermeiden. Dieser Widerwille gegen dieerwähnten Münzen herrschte allgemein bis zu ElisabethsRegierung, unter welcher eine große und allgemeine Verbesse-rung des Münzwesens im Königreiche vorging. Allein gänz-lich schwand erst das Mißtrauen nach der allgemeinen Um-prägung unter Georg III. im Jahre 1774; denn als vordieser Operation die Guineen durch Abnützen, Befeilen undBehandeln mit Scheidewasser O'eatinA) sehr an Gewichtverloren hatten, waren die portugiesischen Moidores, zu 27Schilling umlaufend, allgemein und wurden besonders imganzen westlichen England den einheimischen Goldmünzenvorgezogen, da letztere, obwohl in gutem Gehalte, zu starkabgenützt waren.

Bei der Abneigung der großen Goldhändler gegen dieinländischen Münzen und der Vorliebe, mit welcher sie fremde