Buch 
Ueber Production und Consumtion der edlen Metalle / von William Jacob ; Aus dem Englischen übersetzt, mit Benützung handschriftlich mitgetheilter Verbesserungen des Herrn Verfassers und mit eigenen Zusätzen versehen von C.Th. Kleinschrod
Entstehung
Seite
26
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woraus hervorgeht, in welchem höchst norhdürftigen Maaßedazumal die Bequemlichkeiten heutiger Zeit verbreitet waren.Wiewohl der Herzog drei Häuser in Porkshire besaß, welcheer abwechselnd bewohnte, so war doch nur eine häuslicheEinrichtung vorhanden, welche bei jedem Umzüge voneiner dieser Wohnungen in die andere gebracht werdenmußte. In 17 Karren und einem großen Wagen wurdenBetten, Tische und Stühle, Küchengcräthe und die gemein-sten Hausgeräthe für ein Hauswesen transportirt, welchesaus 223 Personen bestand. Bon Ausgaben für Silberge-schirr kömmt in dem Buche nichts vor und es scheint nicht,als ob überhaupt dergleichen vorhanden gewesen wären. Da-für wurde Zinn gebraucht und selbst an diesem Artikel scheintder Herzog nicht das Nöthige selbst besessen zu haben, daeine Ausgabe für Miethe von Zinngeschirr bemerkt ist.

Bei Erwähnung der Seltenheit von Gold- und Silber-geräthschaften damaliger Epoche kann der Artikel der Uhrennicht unberücksichtigt bleiben, welche heut zu Tage eine sogroße Consumtion an edlen Metallen in Anspruch nehmen.Die Erfindung dieses Zeitmessers, gegenwärtig in den Taschenvieler Millionen befindlich, geht nicht weit über die Regie-rungs-Epoche Heinrich VIll. zurück und selbst zu ElisabethsZeit waren die Uhren noch keineswegs in allgemeinem Ge-brauche. Kaiser Karl V. besaß mehrere, welchen er sehrwahrscheinlich persönliche Sorgfalt widmete, um sie in Ord-nung zu erhalten; Heinrich VIII. besaß eine, von welcherJsaak Newton Erwähnung thut; sie konnten daher zur Zeitder Entdeckung Amerika's keinesweges sehr verbreitet, ja kaumbekannt seyn.

Die Bestimmung eines Verhältnisses der damaligen Gold -und Silbermasse in der Form von Utensilicn zu jener deSausgeprägten Geldes möchte nur nach sehr unbestimmtenSchätzungen anzugeben seyn. Allerdings wäre ein nähererAnhaltspunkt sehr wünschenswcrth; denn da das Metallgeldder allgemeine Werthmcsser ist, so ließe sich aus dem Stei-gen oder Fallen der Preise aus die Vermehrung oder Ver-minderung desselben schließen.