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Ueber Production und Consumtion der edlen Metalle / von William Jacob ; Aus dem Englischen übersetzt, mit Benützung handschriftlich mitgetheilter Verbesserungen des Herrn Verfassers und mit eigenen Zusätzen versehen von C.Th. Kleinschrod
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liehen Maaße Korn, ausgenommen im Jahre besondererTheuerung oder Wohlfeilheit, ein Schaf oder eine Kuh. DerWerth aller Güter unter sich mußte in dem nämlichen Ver-hältnisse verbleiben, als wenn keine Veränderung mit demGelde vorgegangen wäre. Die einzige Veränderung betrafdas Medium der Gütertausche. Bei einem Kaufe beklagteder Käufer die Menge baar Geld, welche er erlegen mußte,und dieser Eindruck wurde selbst nicht durch die höher» Preiseausgelöscht, welche er selbst für seine Verkäufe erhielt. Je-dermann wünscht wohlfeil zu kaufen und theurer zu verkau-fen, allein der Eindruck der Befriedigung des letzten Wun-sches wird durch die Nichtbefriedigung des ersten mehr alsverlöscht. Dasselbe Gefühl ist auch in den eben angeführtenDialogen ausgedrückt.

Wer mehr producirte als consumirte, mußte nach wenigenJahren finden, daß sein Reichthum, denselben wie gewöhn-lich in Geld geschätzt, über Erwartung zugenommen habe.

Wer mehr consumirte als producirte, mußte im Gegentheilenach wenigen Jahren eine größere Verminderung seines Reich-thums wahrnehmen als seine Anticipation betrug.

Dieses Verhalten der beiden Elasten konnte jedoch nurwohlthätig auf den Gesammtwvhlstand der Gemeinheit ge-wirkt haben. Die Producenten fanden sich zu noch größererAnstrengung angeeifert und die Consumenten wurden zu grö-ßerer Sparsamkeit bewogen. Jener Theil der Gesellschaftaber, welcher zugleich Producent und Consument ist, undaus diesem besteht wahrscheinlich die größte Mehrzahl, bliebin seinem Verhältnisse unverändert mit Ausnahme der kleinenzufälligen Schwankungen in der Production oder Konsumtion.Im Verlaufe dieses Sinkens der Münze müßten die Schuld-ner, welche die geliehenen Kapitalien abtrugen, je nach Ver-hältniß der Creditzeit sich ihrer Verbindlichkeiten mit beträcht-lichem Gewinne entledigen; während andererseits die Gläu-biger ihre Capitalien mit geringerem Werthe zurück empfingen,als zur Zeit, in welcher sie ausgeliehen worden waren. Esist jedoch, da der Schuldner fast stets vom Gläubiger abhän-gig ist, mit Sicherheit anzunehmen, daß letztere durch umsoviel höhere Zinsen den vorauszusehenden Verlust durch