besuchten Chili und Peru, trotzten der spanischen Küstenwacheund betrieben auf diese Art einen Schleichhandel mit Waffen-gewalt. Solche Schiffe landeten bei Moro Morena, Uqui-que und andern schwach oder gar nicht besetzten Küstenortenund bald darauf sah man ganze Züge von Mauleseln überdie Gebirge hcrabkvmmen, beladen mit Silber wie es auSden Amalgamirwerken kam, mit Ornamenten und Utcnsilicn,heiligen Bildern und Crucifixen aus diesem Metalle, welchesAlles mit Begierde gegen Baumwollen-Leinen und Wollcn-waaren umgetauscht wurde; Gegenstände, welche im Landehöchst spärlich zu erhalten, womit jedoch die englischen Märkteüberfüllt waren. —
Bei der Betrachtung des großen Umfanges dieses Schleich-handels , in Erwägung der compendiösen daher so leicht trans-portablen Beschaffenheit der edlen Metalle, der in allen Be-richten über das spanische Amerika erwähnten Folgen dergroßen Bestechungen und Unterschleife der Beamten sind wir,wiewohl ungern, genöthigt, von der Schätzung Humboldts,daß ein Fünftheil der Metallausbeute der Taxe entzogen wer-de, abzuweichen; besonders wenn wir auch die in gleicherWeise erfolgten Abflüsse derselben über die philippinischen In-seln nach Asien hinzurechnen. Wir nehmen daher für Co-lumbia, Peru, Chili und Bucnos-Ayres ein Viertheil, an-statt des von Humboldt geschätzten Fünftheils an. Hienachberechnet sich die Produktion an edlen Metallen in Süd-Amerika während der hier betrachten Epoche folgendermaßen:
Für Peru . . ....... 100,169,524 Pf. St.
„ Columbia .. 57,341,666 „ „
Chili. 19,532,166 „ „
„ Buenos-Apres ...... 96,250,000 „ „
Summe der Ausbeute, wovon dieTaxe entrichtet worden .... 273,293,356 „ „
Summe jenes Theiles der Ausbeute,welche der Taxe durch den Schleich-handel entzogen worden ..... 68,323,339 „ „
Zusammen 341,616,695 „ „