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Ueber Production und Consumtion der edlen Metalle / von William Jacob ; Aus dem Englischen übersetzt, mit Benützung handschriftlich mitgetheilter Verbesserungen des Herrn Verfassers und mit eigenen Zusätzen versehen von C.Th. Kleinschrod
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zugeben, daß die Schillinge beinahe jede Spur von Geprägeverloren hatten und nur weiche Silberstücke ohne Aufschriftoder Bildniß des Regenten vorstellten. Ihr Reibungsverlustmußte daher geringer seyn, als bei den neuern Münzen mitmehr erhabenem Gepräge.

Aufmerksame Fabrikanten und Gewerbsleute, für welcheder Neibungsverlust der Metalle bei Ausübung der verschie-denen Zweige von Gold-, Silber- oder Juwelier-Arbeitensehr wichtig ist, nehmen denselben für Silber gewöhnlich weithöher an, als hier angegeben ist. Ein für seine Genauig-keit und Schärfe der Berechnung bekannter Unternehmer die-ser Art, welcher mit der Verwendung edler Metalle in seinerFabrikation sehr vertraut ist, drückt sich hierüber folgender-maßen aus: „Der Reibungsverlust am geprägten Silberbeträgt wohl den hundertsten Theil oder ein Proccnt jährlich,wie sich bei der Untersuchung von 100 Stücken der Jahr-gänge 1815 und 1816 und bis zu den letzten Silbcrprägun-gen ergibt. Obgleich dieser Verlust weit stärker ist als beimGolde, so läßt sich derselbe doch leicht erklären, weil erstensder nämliche Grad von Reibung einen größeren Verlust be-wirkt, und zweitens die unausgesetzte Emulation des Sil.bers jene des Goldes weit übertrifft, indem das Letztere niegesammelt und aufbewahrt werden wird, weil es kein Werth-messer in unserm Lande, sondern blos ein Zeichen oder Re-präsentant des Werthes ist.

Die mit dem englischen Standard-Silber vorgenommenenVersuche lassen sich übrigens weder auf eine Verlustsberech-nung für Silbermünzen des Alterthums, noch moderner Aus-prägungen von geringerem Feingehalte auf dem Continenteanwenden; denn bei Silber- wie bei Goldmünzen steht derReibungsverlust in umgekehrtem Verhältnisse zu dem Feinge-halte, gleichwie zu dem Gewichte und der Größe der Stücke.

Wir kehren nun zu der Untersuchung der Gründe zurück,welche uns zu der Annahme eines Reibungsverlustes derMünze im Alterthume von ^ jährlich bewogen haben. Imhohen Alterthume blieb die Goldmünze noch lange nach derVerfertigung der Silbermünze unbekannt, und als die ersterespäter wirklich eingeführt wurde, überstieg der Betrag der