ungemein vermehrt, aber Gold in noch größerem Maaße.Hier fand Wirkung und Gegenwirkung Statt. Der Metall-reichthum wirkte auf den materiellen Reichthum durch Er-höhung der Preise und der letztere äußerte seine Rückwirkungauf die edlen Metalle, indem er eine größere Summe dersel-ben zur Vermittlung der nöthigen Austausche in Anspruchnahm.
Erwägt man einerseits den größeren Werth an jenemGolde, welches zum Schmucke und zu Luxusgegenständenverwendet, daher der Ausmünzung entzogen wurde; wovonunten noch näher die Sprache seyn wird, und andererseitsdie weit überwiegende Silbermafse, welche in Gestalt gepräg-ten Geldes aus Amerika zuströmte, so scheint es, daß daSbeiderseitige Werthvcrhältniß der umlaufenden Gold- undSilbcrmünzen gegen das Ende des 17. und den Anfang des18. Jahrhunderts umgestaltet wurde. So weit sich aus ver-schiedenen Umständen schließen läßt, betrug der Werth desvorhandenen Silbcrgeides mit Einschluß der Dollars aus denamerikanischen Münzstädten das Vierfache der Goldmünze.
Wenn sich der Reibungsverlust während des Zeitraumesvon 1700 — 1810 gleich blieb, so betrug der durchschnitts-mäßige Reibungsverlust beider Metalle jährlich ^, 7 . Wirbehalten dieses Verhältniß der Verlustsbercchnung für die fol-genden Calculs bei, und dehnen dasselbe auf die ganze Masseausgemünzten europäischen sowohl, als amerikanischen Gel-des aus.
Ein Grund, um für diese besondere Periode eine Verände-rung in der Schätzung der Verlustsbercchnung eintreten zulassen, besteht in der damaligen allgemeinen Reform des Münz-wesens. In England wurde während der Regierung Wil-helm 111. das Uebel einer herabgewürdigten Münze tief ge-fühlt und laute Beschwerden erhoben sich in dieser Hinsicht.Das Silbergeld, welches dazumal bei weitem die größte No-minalsumme betrug, scheint durch Beschneiden und andere Ur-sachen so sehr herabgekommen zu seyn, daß man bei Abwä-gung einer großen Summe im Schatzmeisteramte 169», welchevollwichtig 221,418 Unzen hatte wiegen sollen, dieselbe inWirklichkeit nicht mehr als 113,771 Unzen schwer fand, daher