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Ueber Production und Consumtion der edlen Metalle / von William Jacob ; Aus dem Englischen übersetzt, mit Benützung handschriftlich mitgetheilter Verbesserungen des Herrn Verfassers und mit eigenen Zusätzen versehen von C.Th. Kleinschrod
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136
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kleinen Luxusgegenstände der gesetzlichen Probe nicht unter-worfen.

In Spanien mußte sich schon im Anfange der hier be-trachteten Epoche der Verbrauch der edlen Metalle mit demReichthums des Landes und der herrschenden Frömmigkeit ingewissem Verhältnisse gestanden haben. Nach Argüellesbetrug die Zahl der Gold- und Silberschmiede daselbst amEnde des 17. Jahrhunderts 4200 Personen; daher ein be-deutender Theil des aus Amerika geflossenen geprägten Goldesund Silbers ihrer Verarbeitung zu Utensilien und Luxus-gegenständen anheim siel.

Nach dem Successionskriege, welcher Spanien viele Leidenzuzog, scheint der allgemeine Wohlstand stufenweise abge-nommen zu haben, was sich wohl zunächst auch auf die Ver-wendung der edlen Metalle zu Luxusgegenständen erstreckte;denn am Ende des Jahrhunderts war selbst in den Woh-nungen der reicheren Classen wenig dieser Art zu finden.Dieß läßt sich aus einem Berichte des Staatsrathes vomJuni 1794 abnehmen, als Spanien im Kriege mit derfranzösischen Republik wegen des schlechten Zustandes seinerFinanzen zu einigen außerordentlichen Maaßregeln zu schreitengenöthigt war. Dem Staatsrathe wurde ein Verzeichnis!über den Besitz der Kirchen und anderer religiösen Anstaltenvon Gold und Silber, deßgleichen auch von Privaten vor-gelegt; wie dasselbe erhoben wurde, ist nicht bekannt, aber diehierin nachgewiesene Gesammtsumme belief sich auf 11,040,000Pf. St. *) Man gab den religiösen Gemeinheiten und Pri-vaten zu verstehen, daß alles edle Metall, was nicht zumnothwendigsten Küchendienste oder zum häuslichen Gebraucheerfordert werde, an den königlichen Schatz möge abgeliefertwerden; allein die Requisition wurde mit so geringem Nach-drucke betrieben, daß der Ersatz sehr gering war und kaum10,000 Pf. St. wirklich eingingen. Von wenig größeremErfolge war ein ähnlicher Versuch im Jahre 1812, von denreligiösen Gemeinheiten Geldhilfe zu erlangen; obschon ermit strengen Maaßregeln begleitet war. Derselbe fand in

') Li'guv!I«>s äe klru'isndi, Vol I. p. 66 und Vol, IV p. 345.