zuvor nie solcher kostspieligen Artikel sich zu bedienen ver-mocht hatten. —
Mit dem allgemeinen Wohlstände stieg auch der Gebrauchder Uhren; besonders von dem Zeitpuncte an, als die Ver-fertigung der einzelnen Uhrtheile sich fabrikmäßig gestaltete unddie Künstler sich nur mit ihrer Zusammensetzung und Regu-lirung beschäftigten. Nun gelangten die Uhren, früher dieAuszeichnung eines Mannes von Wohlstand und Mode, biszu den ärmsten Classen der Gesellschaft. Ihre Vermehrung,besonders, nachdem für die Gehäuse ein etwas geringererGehalt als der englische Gold- und Silberstandard gestattetworden, muß nach Millionen gezählt werden. Durch dieEinführung der Silberplattirung auf Kupfer, besonders seitder Verlegung dieses Fabrikzweiges von London nach Bir-ningham und Sheffield wurde die Silberconsumtion ungemeinvermehrt, besonders von dem Jahre 1780 beiläufig angefan-gen bis zum heutigen Tage. Eine nähere Darstellung ihrerAusdehnung folgt unten.
Der Aufwand an Gold wurde durch die Vergoldungs-Arbeilen um die letzte Hälfte der erwähnten Epoche sehr ver-mehrt. Die Anzahl der Goldschläger stieg innerhalb zwanzigJahren um das Dreifache. In ähnlicher Weise nahm dieAnwendung des Goldes zu bei den verschiedenen Zweigen derVergoldung größerer Artikel von Silbergeschirr. Auch dieVergoldungen der inneren Wohnungsräume hatten begonnenund absorbirten viel Gold, wiewohl diese Art Verzierungennoch nicht ihre heutige Verbreitung erreicht hatte. Seit dieeuropäische Porzellainfabrikation die chinesische an Schönheitund Zweckmäßigkeit weit übertreffen hat, wurden auch diereichen Vergoldungen des Porzellains allenthalben in denfranzösischen, deutschen und andern Fabriken sowohl wie inden englischen eingeführt. Dieselben absorbiren eine bedeu-tende Menge Feingold, welches bei dem Zerbrechen der Por-zcllaingeschirre verloren geht. —
Den größten Auswand an Gold unter allen Fabrikations-zweigen nahm während der Regierungs-Epoche Georg III.die Verfertigung der kleinen Goldwaaren und Juwelier-Ar-beiten in Anspruch. Nadeln, Schnallen, Armbänder, Me-