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Ueber Production und Consumtion der edlen Metalle / von William Jacob ; Aus dem Englischen übersetzt, mit Benützung handschriftlich mitgetheilter Verbesserungen des Herrn Verfassers und mit eigenen Zusätzen versehen von C.Th. Kleinschrod
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140
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daillons, Halsbänder, Brustnadeln, Ketten, Ohrringe undtausend andere Kleinigkeiten solcher Art, welche früher nurdie Londoner Juweliere und Goldschmiede verfertigt hatten,wurden nun in Birningham nachgeahmt und sielen so sehrin den Preisen, daß weit zahlreichere Volksclassen als früher-hin sich deren bedienen konnten. Zwar war der Feingehaltdes zu diesen Artikeln verwendeten Goldes weit geringer; alleinda man die Legirungen verbessert und die Kunst erlangt hatte,auch diesem geringhaltigem Golde ein schönes Ansehen zugeben, so stieg der Gebrauch solcher Artikel ungemein unddie Goldconsumtion wurde weit größer, als wenn man denStandard-Gehalt beibehalten hätte.

Bei einer Rückerinnerung an die Kleidermoden vor 60Jahren vermöchte man in diesem Stücke eher eine Vermin-derung der Goldconsumtion anzunehmen geneigt seyn, näm-lich in Hinsicht auf den verminderten Gebrauch der Bortenund Stickereien. Bis zum Jahre 1770 erschienen fast keinePersonen höherer Stände ohne gestickten Rock oder mit Goldund Silber bortirte Weste, und letztere waren selbst unterden Mittelclassen sehr gewöhnlich. Goldbortirte Hüte trugman noch später. Diese Art Verwendung der Borten istzwar mit wenigen Ausnahmen verschwunden, allein ihr an-derweitiger Gebrauch hat sich im ganzen keineswegs vermin-dert. Jedoch ist die absolute Consumtion an edlem Metalledurch die Borten nicht sehr beträchtlich, indem letztere, wennsie abgetragen sind, ausgebrannt und so die verwendetenMetalltheile wieder größtenthcils in ihren frühern Zustandreducirt werden.

Vorstehende Bemerkungen über den vermehrten Gebrauchdes Goldes und Silbers zu andern Zwecken als zur Aus-münzung konnten sich der Natur der Sache nach nur unterganz allgemeinen Gesichlspuncten verbreiten. Von bestimmtenSchätzungen und statistischer Genauigkeit ist hier natürlichnicht die Sprache und nur aus später gewonnenen Erhebungenkönnte etwa auf eine frühere Epoche gefolgert werden. Nach-fragen und Untersuchungen bei Goldschmieden, Goldschlägern,Juwelieren über den Umfang ihrer Arbeiten 30 bis 10 Jahrerückwärts werden stets unbefriedigt bleiben, während nur die