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«frika.
DaS auS Afrika nach Europa gekommene Gold bestandin kleinen Körnern, welche aus Flüssen gewaschen und in Fe-derspulen gefüllt in den Handel gebracht worden. Im König-reiche Marokko sollen früher von den Portugiesen Gold- undSilberminen bei Mesa in der Provinz Susa bebaut wordenseyn und Aehnliches wird von der Provinz Bambouk nahe amSenegal berichtet; allein in beiden Gegenden sollen diese Un-ternehmungen so viel menschliche Arbeit erfordert haben, daßdieselben keinen Gewinn abwarfen und seit undenklichen Zei-ten aufgegeben wurden.
Eine genaue Schätzung der Goldproduction Afrikas istnicht erreichbar; der einzige Leitfaden für eine dießfallsige Un-tersuchung besteht in den Büchern der vormaligen afrikanischenCompagnie und diese registrirte bloß diejenigen Goldlicferun-gen, welche auf Kriegsschiffen nach England geführt worden.Aller Wahrscheinlichkeit gemäß wurde nur durch diese Art vonFahrzeugen das meiste Gold von daher bezogen, theils wegender größeren Sicherheit und daher der niedrigern Versicherungs-kosten und theils deßhalb, weil die meisten Handelsschiffe,welche in Afrika Geschäfte machen, ihren Rückweg über West-indien nehmen, um sich Rückfracht in Colonialproducten fürEngland zu verschaffen.
Nach den Büchern der erwähnten Gesellschaft betrug diegesammte Goldeinfuhr in der Epoche von 1808 bis 1818,beide Jahre einschlüssig, 81,905 Unzen; hiervon wurden 51,569Unzen, welche während der sieben Kriegsjahre von 1808—1814eingeführt worden, auf den Werth von 205,344 Pf. St. unddie Einfuhr von 30,569 Unzen in den vier folgenden Frie-dcnsjahren zu 125,380 Pf. St. Werth berechnet. In demUmstände, daß die Holländer und Franzosen nach dem Ein-tritte des Friedens gleichfalls einigen Verkehr mit ihren aufden Westküsten Afrikas gelegenen Niederlassungen trieben, magder Grund der geringeren englischen Einfuhr während dervier Friedensjahre liegen, als in den sieben Kriegssahrcn derFall war.
So unvollständig auch diese Erhebungen sind, so gewäh-ren sie doch viele Wahrscheinlichkeit für die Schlußfolge, daß