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Mehrung des allgemeinen Weltstockes bei; der größere wirdzu Luxusgegenständen im Ursprungslande selbst und vorzüg-lich zur Vergoldung verwendet.
Borneo war wegen seines Goldreichthums lange berühmt.Es kömmt hauptsächlich in Alluvial-Gebilden vor, aus wel-chen es theils von Eingebornen, theils und hauptsächlich vonChinesen gewonnen wird; letztere betreiben ihre Operationenin einem Bezirke zwischen Samboss und Pontiana, nach dessengrößter Stadt Montradack genannt. Der ganze Landstrichist Alluvium, von zahlreichen und bedeutenden Flüssen durch-schnitten, welche auf den im Innern des Landes gelegenenGebirgen entspringen. Die daselbst angesiedelte chinesischeBevölkerung wird auf beiläufig 36,000 Köpfe angegeben,welche ohngefähr zum vierten Theile mit Goldgewinnung, dieübrigen mit verschiedenen Gewerbszwcigcn und Handel be-schäftigt sind. Sie sind von der inländischen Obrigkeit bei-nahe unabhängig und bezahlen bloß eine Taxe von jährlichen4000 spanischen Dollars an den Rajah von Samboß, in dessenGebiet die Minen gelegen sind. Diese Minen bestehen inlangen Gräben, welche nach dem Streichen der Mineral-Schichten angelegt und nicht über 16 Fuß tief sind. Manpflegt die goldführende Erde 30—40 Tage lang heraus zunehmen und dann zu waschen; in diesem Zeitraume sollen200 Arbeiter von 250 bis 500 Unzen Gold gewinnen je nachdem Gehalte der gewonnenen Erde. Man hat die jährlicheAusbeute dieses Distriktes auf 88 — 88,000 Unzen Gold ge-schätzt.
Auf Celebes wird alles Gold in den Flußbetten in derForm groben Sandes gefunden. Die Einwohner, obschongute Seeleute, ermangeln an Industrie und Geschicklichkeitoder wenigstens an Fleiß und Aufmerksamkeit bei dem Auf-suchen edler Metalle. Die ganze Ausbeute soll 10,000 UnzenGold nicht übersteigen und dieß so unrein, daß dessen Ge-halt nur auf 18 Karat geschätzt wird.
Auf der Insel Timor wurde in frühern Zeiten Gold inKörnern und Klumpen aufgefunden; allein die Einwohnersollen einen großen Widerwillen gegen dessen Aufsuchung, jaselbst gegen die bloße Berührung des Goldes besitzen und