hierfür verschaffen und seine compendiöse Eigenschaft, sowohlin Ansehung der Verbergung als des leichten Transportes,von einem festen Platze nach dem andern schien für kriege-rische Operationen jeder Art vorzüglich günstig. Gold warfür die indischen Fürsten ein Hauptgegcnstand des Luxus,für persönlichen Schmuck und Ornamente ihrer Paläste unddie politischen Veränderungen, welche ihre Macht beschränkten,beraubten zugleich viele derselben der Mittel ihre höchst luxuri-ösen Neigungen in dieser Beziehung zu befriedigen. Dieferneren Folgen der britischen Herrschaft, nämlich deren Machtin Unterdrückung der Kriege zwischen den einzebornen Fürstenunter sich und die Sicherheit des Eigenthums der einzelnenIndividuen machten endlich die Aufhäufung so großer Schätzean edlen Metallen unnöthig, wie solche von verschiedenenFürstenhöfen Indiens in früherer Zeit berichtet wurde. DieseSchätze, vormals unthätig in Schatzkammern aufgespeichert,zerstreuten sich nun allmählig und gelangten in die Händeder Unterthanen; daher die Bewohner Ostindiens ohne höhereMinenausbeuten und selbst bei verminderter Geldeinfuhr ausandern Ländern bloß durch eine bessere Vertheilung früherstationärer Gold- und Silbermaffen große Baarsummen anMetallgeld erhielten, welche hinreichend waren, um irgendgroßen Preisminderungen der Untensilien bei ihrem Austauschegegen Silber entgegen zu wirken.
Dem Zustande der Gesellschaft in Asien gemäß wird eineweit geringere Quantität edler Metalle für den inneren Ver-kehr erfordert, als in Europa oder in den amerikanischen Be-sitzungen Englands. In China und Indien so wie in anderenLändern des Ostens ist die bei weitem größte Einwohnerzahlmit Landbau beschäftigt und bestrcitet ihre Subsistenz ausihren eigenen Producten. Der Kauf und Verkauf ist vongeringem Umfange und erfordert daher nur wenig Geld zurVermittlung. Mr. Barrow drückt sich hierüber aus, indemer von China spricht: *) „In der Provinz von Kiang-nanproducirt Jedermann seine für sich nöthige Baumwolle; Weib
Larrvn » kiiin» p. 362. 2. Lti.