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Ueber Production und Consumtion der edlen Metalle / von William Jacob ; Aus dem Englischen übersetzt, mit Benützung handschriftlich mitgetheilter Verbesserungen des Herrn Verfassers und mit eigenen Zusätzen versehen von C.Th. Kleinschrod
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238
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vielmehr größtenteils gleich Edelsteinen zum Schmucke undzu Verzierungen der Paläste und Throne der Fürsten. SeinWerth erschien zu groß, um den täglichen Bedürfnissen desinneren Verkehrs zu dienen und selbst bei größeren Geschäftenwar das Silber vollkommen zureichend; bei kleinen Ausglei-chungen aber vertraten Kupfermünze oder Cowries diese Stellenoch besser. Inzwischen mußte doch das Gold in einem Lande,woselbst es nicht zugleich die Funktion des Geldes vertrat,einen geringeren Tauschwerth haben als in Ländern, wo diesder Fall ist und nothwendig mußte es dahin fließen, woselbstdessen Bedürfniß am stärksten sich kund gab. Aus der Bei-lage Nr. 14 ist zu entnehmen, daß die aus Indien und Chinanach Europa geflossenen Baarsummen innerhalb des Zeit-raumes von 1810— 1829 7,314,338 Pf. St. betragen habenund diese bestanden fast ausschließend aus Gold. Diese Summekömmt dem in gegenwärtiger Untersuchung geschätzten beiläu-sigen Werthe der ganzen jährlichen Produktion an edlen Me-tallen in jenen Ländern so nahe, daß sich hierbei nothwendigdie Frage aufdringt, wie der Ucberrest dem Bedürfnisse derBewohner selbst zu genügen vermöge. Die Summen desgeprägten Goldes beschränken sich fast ausschließend auf daSGebiet der ostindischen Compagnie. Innerhalb desselben wirdGold und Silber ausgeprägt, aber in sehr verschiedenen Ver-hältnissen von der in Europa stattfindenden Weise. So ver-hält sich der Werth der Ausprägung in der Münze zuMadras von Silber zu Gold wie 15 zu 1; über das näm-liche Verhältniß in Calcutta besitzen wir keine genaue Angabe;allein es ist uns bekannt, daß das vermünzte Silber gleich,falls das Gold an Werth weit übertrifft.

Die Ausdehnung der Herrschaft der ostindischen Compag-nie verringerte sowohl die Anzahl als den Glanz der inlän-dischen Fürstenhöfe. In den Händen dieser eingebornen Für- »sten befand sich der größere Theil des Goldes. Dieselbenwaren indeß vor der Ausdehnung der englischen Herrschafttheils in Feindseligkeiten begriffen, theils mit Vorberitungenhierzu beschäftigt. Die erste Nothwendigkeit hierzu aber be-stand in angesammelten Schätzen und obwohl Gold nicht ge-wöhnliches Currentgeld war, so ließ sich doch solches leicht