Einige allgemeine Bemerkungen rc. 20g
größeren Modifikationen verschaffen, unter wel-chen gerade in diesem Lande im Gegensatz ande-rer die Formen des geselligen Lebens ausgeprägtsind, aber die ursprünglichen Lineamente vonrCharakter des Volkes, als der Gesammtmasseder Bevölkerung werden nur selten in zum Theilunkenntlichen, zum Theil verzerrten Contnrenaus diesen Modifikationen hervorschimmern.
Es ist eine bekannte Thatsache- daß, jegrößer bey übrigens gleichen Verhältnissen dieMenge der Städte eines Landes im Verhältnißzur Totaismnme seiner Bevölkerung, je gleichför-miger die Vcrtheilung dieser Städte ist, destomehr die in der geschichtlichen Entwickelung be-gründete Volkseigenthümlichkeit von den äußerenFormen zurückgedrängt erscheint, vielen Zügennach ganz verschwunden, nach andern mehr aufdas innere Leben concentrirt. Denn die städti-sche Cultur, welche mit den Rauheiten des äuße-ren Lebens» schonungslos alle übrigen hervorste-chenden Seiten desselben abschleift- und es über-all in ein Gewand von derselben Farbe und dem-selben Zuschnitt kleidet- läßt darum nicht die in-nere geistige Eigenthümlichkeit eines Volkes un-tergehen; und was früher meist bewußtlos alsSymbol der innern Eigenthümlichkeit in der äu-ßeren Erscheinung zur Schau getragen wnrde,l. 14