Zink.
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Zink.
Das Zink findet sich vorzüglich als Schwefelzink, kohlen-saures Zinkoxyd und kieselsaures Zinkoxyd. Es wird durchDestillation der gerösteten Zinkerze mit Kohle gewonnen, kry-stallisirt in regelmäfsig sechsseitigen Säulen, zeigt deutlicheBlätterdurchgänge, eine bläulich grauweifse Farbe, hat nachBhissos 6,861, nach Karsten 6,3154 specifisches Gewicht,zerspringt bei heftigen Hammerschlägen in der Richtung derBlätterdurchgänge, läfst sich bei gelindem Druck zu ductilenPlatten strecken, wobei sein blätteriges Gefüge verschwindetund sein specifisches Gewicht nach Biusson auf 7,1908 steigt,ist bei 150° C. am ductilsten, dagegen bei 205° so spröde,dafs es sich pulvern läfst, schmilzt nach Guyton-Morveaubei 374° und siedet in schwacher Weifsglühhitze.
Das Zinkoxyd (32,2 Zink auf 8 Sauerstoff) entsteht beimVerbrennen des Zinkes, welches bei mäfsiger Glühhitze mitlebhafter grünlich - und bläulichweifser Farbe erfolgt. Auchbeim Einwirken von Säuren und Alkalien oxydirt sich dasZink leicht, theils durch den Sauerstoff des Wassers, theilsdurch den der Säuren. Das Zinkoxyd ist ein weifses Pulver,welches sich beim jedesmaligen Glühen citronengelb färbt undin heftiger Weifsglühhitze verflüchtigt. Die Zinkoxydsalze sindmeistens farblos, von tintenhaftem Geschmack und brechener-regender Wirkung. Kein schweres Metall fället aus ihnen me-tallisches Zink, Alkalien fällen aus ihnen ein weifses Hydrat,im Ueberschufs von Ammoniak, Kali und Natron löslich. Koh-lensäure, phosphorsaure und kleesaure Alkalien fällen die Zink—oxydsalze weifs; Hydrothionsäure fället sie nur dann, und zwarweifs, wenn entweder die Säure des Salzes eine schwache ist,oder dieselbe durch Zusatz von Alkali gebunden wird. Dasschwefelsaure Zinkoxyd oder der Zinkvitriol giebt Krystalle,in Form und Gehalt von Krystallwasser völlig mit dem Bit-tersalz übereinkommend. Das kohlensaure Zinkoxyd findet sichals Zinkspath in der Form des Kalkspaths.
Das Chlorzink ist eine grauweifse, durchscheinende, etwas