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Zehnter Band. Dritte Abtheilung. Wio - Zz.
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Zinn.

über 100° schmelzende, in starker Glühhitze verdampfbare,leicht im Wasser lösliche Masse. Das Jod-Zink krystallisirtaus der wässerigen Lösung in wasserhellen , leicht schmelzba-ren, regulären Oktaedern. Das Schwefelzink kommt als Blendein blafsgelben, durchsichtigen Rhomboidal-Dodekaedern vor.

G.

Zinn.

Slannum; Etain; Tin .

Findet sich fast blofs als Oxyd vor, und wird aus dem-felben durch Schmelzen mit Kohle abgeschieden. Scheint inregelmäfsig sechsseitigen Säulen zu krystallisiren, ist weifs miteinem geringen Stich ins Blaugraue. Nach dem Schmelzen er-starret hat es nach Herapath. 7,285, nach Kupfer bei 26° C.7,2868, nach Karstes 7,2905, nach Brisson 7,291 specifi-sches Gewicht, welches nach Letzterem durch Hämmern auf7,293 erhöht wird. Es ist weich und giebt beim Biegen einGeräusch, wohl durch Verschiebung nach den Blätterdurch-gängen, schmilzt nach Erman bei 222°,2, nach Crichtos bei228°, nach Güttos-Morvkau bei 267° und siedet in derWeifsglühhitze. *

Das Zinn bildet zwei Oxyde: 1) Zinnoxydul (59 Zinnauf 8 Sauerstoff); graues Pulver, beim Erhitzen an der Luft zuOxyd verbrennend. Es bildet mit den Säuren die Zinnoxy-dulsalze, meistens ungefärbt, von widrig-metallischem Ge-schmacke. Zink und Kadmium fällen aus ihnen das metalli-sche Zinn baumförmig ( [arbor Jovis) , ätzendes und kohlen—saures Kali schlägt daraus weifses Zinnoxydulhydrat nieder, ineinem Ueberschufs des ätzenden Kali’s löslich. Mit Hydrothion-säure geben sie einen braunschwarzen und bei hinreichenderVerdünnung mit überschüssiger Goldlösung einen purpurnen Nie-derschlag. Sie entziehen der Luft und mehreren Verbindungendes Sauerstoffs diesen letzteren begierig und werden dadurchzu Zinnoxydsalzen.

2 ) Zinnoxyd, Zinnsäure (59 Zinn auf 16 Sauerstoff)findet sich als Zinnstein in quadratischen Krystallen von 6,9 spe-ciiischem Gewichte, mit dem Titanschörl isomorph, wird durch