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Zodiacallicbt.
Derselbe war pyramidenförmig, mit der Basis auf dem Nebelam Horizonte ruhend und darin sich verlierend, von wo anetwa 5° hoch, er sich bis ungefähr 15° erhob, oben verwa-schen, in der unteren Hälfte am hellsten, im Ganzen matt undeinem schwachen Nordlichte ähnlich, jedoch weifser und mehrglänzend. Sehr langsam nahm die Intensität des Lichtes abund war nach etwa 45 Minuten gänzlich verschwunden. Obdiese Phänomene dem Thierkreislichte angehörten, bleibt zwei-felhaft, und da ich hauptsächlich seit der letzten zwei Decen-nien bei freier Aussicht auf den westlichen Horizont währendder Zeiten der Nachtgleichen unablässig darauf geachtet habe,so mufs dieses Licht, sofern es mit unbewaffnetem Auge wahr-nehmbar ist, in mittleren Breiten zu den seltensten Erscheinun-gen gehören.
Hiermit stimmt das neueste Zeugnifs überein, welches mirbekannt geworden ist. Bravais aus Lyon schreibt an Arago 1 ,er habe am 10. Febr. 1842 bei sehr klarem Himmel das Zo—diacallicht gesehn, welches sich von 7 Uhr 7 Min. bis 7 Uhr52 Min. Abends am westlichen Himmel bis gegen 40° Höhehinaufzog. Seine Basis schlofs Mars und tu Fische ein, weiterhinauf nahm dasselbe den Raum zwischen o und tj Fische ein,und hatte den Glanz der Milchstrafse. Am 12. Febr. 7 Uhr 40Min. sah «er es wieder, aber minder bestimmt, weil der Him-mel nicht so heiter war. Seine äufserste Spitze schien nichtüber das Zeichen des Widders hinauszugehen. Seit dem Jahre1832 und 1833, wo er dasselbe zu Algier wahrnahm, sah eres nicht wieder, selbst nicht in dem Winter, den er in derNähe des Nordcap zubrachte, wo er jede Nacht mit gröfsterAufmerksamkeit jeden Lichtschein aufsuchte. Die beiläufig hin-zugefiigte Bemerkung, dafs die Erde um den 10. Febr. und diediesem Termine nächsten Tage durch einen der beiden Knotender meteorischen Wolke des 10. August gekommen sey, sollohne Zweifel auf einen möglichen Zusammenhang dieses Phä-nomens mit den reichlichen Sternschnuppen deuten, was abernach den erwähnten Zeugnissen v. Humboldt’s und v. Hor-kkr’s als unzulässig erscheinen mufs.
Ueber die Frage, woraus dieser Lichtschein eigentlich
1 Comptes rendnj. T. XIV. N. 9. p. 345. Vergl. l'Jnstitut 10msAnn. N. 427. p. 74.