Zodiacallicht
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bestehe, und welche Ursache ihn erzeuge, läfst sich wohlnichts anderes sagen, als dafs die Beantwortung derselben bisjetzt noch nicht statthaft sey. Es kann daher nur als ein Bei-trag zur Vervollständigung des Ganzen betrachtet werden, wennich noch zwei Meinungen hierüber erwähne. Thomas Young 1leitet dasselbe von einer die Sonne umkreisenden Lichtatmo—Sphäre ab, die sich über den Mercur und sogar auch über dieVenus hinaus erstrecken und daher sehr fein seyn müsse, weilsie sonst diese Planeten in ihrem Laufe stören würde, aberselbst die Kometenschweife ungeachtet der Feinheit der diesebildenden Masse nicht störe. Die dieses Licht bildende Mate-rie könne keine flüssige, mit gleicher Geschwindigkeit, als dieSonne selbst, rotirende Atmosphäre seyn, weil sie sonst einemehr kugelförmige Gestalt annehmen müsse; die einzig mögli-che Weise, auf welche die Beibehaltung der bestehenden Ge-stalt erklärt werden könne, beruhe auf der Voraussetzung einerungleich schnelleren Rotation , als die der Sonne selbst. Wirdürfen rücksichtlich dieser Hypothese wohl nur auf das obenbereits Gesagte verweisen. Huttost 2 führt die Meinungen vonCassiiu und Fatio de Duillier an, wonach dieses Lichtgrofse Aehnlichkeit mit dem der Kometenschweife haben soll,und die von L. Euler 3 , welcher zu beweisen sich bemüht,dafs beide wahrscheinlich identisch sind, wie nicht minder dievon Mairaw , wonach es von der weithin sich erstreckendenSonnenatmosphäre herrührt, und fährt dann ungefähr so fort.Es ist jetzt allgemein anerkannt, dafs das elektrische Fluidumdie Ursache des Zodiacallichtes sey. Dieses, welches nachMairan der Sonnenatmosphäre zugehört, wird zur gröfstenEntfernung vom Sonnenäquator in Folge der Rotation der Sonnefortgetrieben, so dafs es sichtbar die Erdbahn erreicht, in dieoberen Theile unserer Atmosphäre fällt, und in Gemäfsheit der
1 Lecturea on natural philos. Lond. 1807. T. I. p. 502. Es heilstdaselbst: man sage, dasselbe sey zuerst genau beschrieben in Cnu>dbby’s Britannia Baconica, welches Werk 1661 erschien. Dieses wärealso die älteste bekannte Nachricht über das Phänomen; das angezeigteWerk selbst ist mir nich^ zugänglich. Die Zeichnung, welche Yooscauf Taf. XXXI. davon giebt, hat wenig Aehnlichkeit mit der durchv. Horser mitgetheilten.