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Zehnter Band. Dritte Abtheilung. Wio - Zz.
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Zodiacallicht.

Rotation der Erde sich an den Polen anhäuft, wo es die Po-larlichter bildet. Hieraus hat man die wahrscheinliche Ver-

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muthung entnommen, dafs die Sonne wohl die Quelle deselektrischen Fluidums seyn mag, und dafs das Zodiacallichtund die Schweife der Kometen, so wie die Polarlichter, dieBlitze und die künstlich erzeugte Elektricität verschiedene undnicht sehr ungleiche Modificationen einer und derselben Flüssig-keit sind. Wir müssen dem ehrwürdigen Gelehrten diese Kühn-heit im Conjecturiren um so mehr zu Gute halten, als sie ihnin seinen sonstigen vielen Untersuchungen nicht auf Irrwegegeleitet hat.

Der Beachtung allerdings werth scheint mir das, wasL. Regner* über die mögliche Ursache des Zodiacallichtes ge-sagt hat. Vor allen Dingen untersucht er das, was über dieErscheinungen bei totalen Sonnenfinsternissen bekannt gewor-den ist, und gründet hierauf den Beweis, dafs keine solcheleuchtende Atmosphäre um die Sonne existire, als Mairanannimmt, weil diese sonst bei den- genannten Phänomenen wahr-genommen worden seyn müfste. Den leuchtenden Ring, wel-cher bei totalen Verfinsterungen der Sonne um den Mond wahr—genommen wurde 4 , leitet er von dem Sonnenlicht ab, welches,auf der von uns abgewandten Seite des Mondes angezogen, da-selbst verdickt werde und dann um seinen Rand abfliefse,also aus einer Beugung des Lichtes. Hierbei bezieht er sichauf die von De l’Isle, Marat und Anderen wiederholt an>ie-stellten Versuche, wonach der Schatten einer Kugel, die manin einem dunklen Zimmer in den durch eine kleine runde Oeff-nung einfallenden Sonnenstrahl hält, auf der gegenüberstehen-den Wand mit einem lichten Scheine umgeben ist. Sogar ge-gen die Sonne gehalten soll sich am hellen Tage um die Kugelein solcher Schein dem Auge zeigen. Hiernach sind wir be-rechtigt, das Zodiacallicht für nichts anderes zu halten, alsfür dasjenige Licht, welches die der Sonne zugewandte Halb-kugel unserer Erde anzieht und um sich her verdichtet und wel-ches während der Nacht sichtbar wird. Nehmen wir die Hy-pothese in ihrer einfachsten Gestalt, so bestände das fraglichePhänomen aus demjenigen Lichte der Sonne, welches in der

1 Monat!. Corr. Th. VI. S. 14.

2 Vergl. Art. Finsternisst. Bd. IV. S. 271.