Galvanismus.
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lenen Substanzen primäre oder sccundärc sind, indem man un-ter den letzteren diejenigen versteht, welche vor ihrem Auftre-ten an den Elektroden verändert werden. Die Versuche, zu-nächst bestimmt, die den Atomen der Körper zukommenden ab-soluten Mengen der Elektricitüt auszumitteln, führten zu demwichtigen Gesetze, dass die Elek tricität, welche einegewisse Menge von Substanz zersetzt, und die,welche hei der Zersetzung derselben Menge ent-wickelt wird, einander gleich sind 1 .
ln der achten Reihe seiner Untersuchungen beschäftigtFaradAY sich zuerst mit den Wirkungen der einfachen Volta’-schcn Säule und theilt dabei eine Menge interessanter That-sachen mit, die aber zu gross ist, als dass es geeignet wäre,sie hier aufzunchmen. Unter anderem fand er, dass die Körperin folgender Reihe eine zunehmend grössere Intensität des elek-trischen Stromes zu ihrer Zersetzung bedürfen: Iodkaliumlö-sung, geschmolzenes Chlorsilber, geschmolzenes Zinnchloriir,geschmolzenes Chlorblci, geschmolzenes lodblei, Salzsäure durchSchwefelsäure, gesäuertes Wasser. Vorzugsweise geht seinRestrehen dahin zu zeigen, dass der Metailcontact keineswegs zurErzeugung eines elektrischen Stromes erforderlich sey, dassvielmehr die von ihm aufgestcllte Theorie alle Erscheinun-gen besser erkläre. Da die Gegner dieser Hypothese seit-dem alle von ihm als beweisend aufgestcllte Phänomene auchaus der, Coutacttheorie erklärt haben, so ist es zweck-mässiger, diese Frage für sich mit Berücksichtigung dervon beiden Seiten als vorzugsweise beweisend aufgcstclltcnThatsachen und mit Weglassung der minder bedeutenden übersicht-lich zusainincnzustellen, und es möge daher genügen, hier nurdie eine Thatsache hcrauszuheben, welche, wenn sic wahr wäre,allerdings den Beweis liefern würde, dass der elektrischeStrom eine Folge des Chemismus sey. FARADAY behauptet,dass ein Verhindungsdraht zwischen einer Platin- und Zink-platte, wenn beide in ein Gefiiss mit Säure getaucht sind, schonfrüher einen elektrischen Funken gebe, wenn er mit der einender Platten verbunden sey, als er die andre berühre; alleindiese auf mangelhafte Beobachtung gestützte Behauptung istseitdem genügend widerlegt. Am beweisendsten sind ohne
1 Poggendorff Ami. ßd. XXXIII. S. 306- 433. 481.