Multiplicator. 401
von CoulOMB angewandt, allein das von ihm gewählte Queck-silber hindert die Bewegung zu sehr, wie auch ich selbst ge-funden habe, und Wasser, welches gleichfalls (Bd. VI. S. 2501)in Vorschlag gebracht worden ist, hat in seiner steten Verdun-stung ein grosses Hinderniss. Oel verdickt zwar mit der Zeit,wählt man aber das feine der Uhrmacher, so würde doch diesesin mehr als Jahresfrist nicht unbrauchbar werden.
2) Galvanometer. Es ist am zweckmässigsten, und da-her auch bereits durch den Sprachgebrauch ziemlich allgemeincingeführt worden, hierunter diejenigen Messapparatc des elek-trischen Stromes zusammenzufassen, bei denen die Abweichungder Magnetnadel zum Messen dient, ohne Rücksicht darauf, obdas Galvanometer aus einem einfachen oder einem mehr- undviclmai gewundenen Drahte besteht.
In den meisten Fällen dienen die Multiplicatoren oder Gal-vanometer bloss dazu, die Anwesenheit des elektrischen Stromeszu zeigen, und cs ist dann gleichgültig, oh sie aus mehrerenWindungen oder aus einer einzigen bestehen, ob sie eine ein-fache Nadel oder eine Nobili’sche Doppelnadel enthalten, undoh im letzteren Falle die verbundenen Nadeln völlig astatischsind, oder durch mehr oder weniger überwiegende Stärke dereinen Nudel über die andere der dirigirenden Kraft des Erd-magnetismus in ungleichem Grade unterliegen, vorausgesetzt,dass sie für den vorliegenden Zweck hinlängliche Empfindlich-keit besitzen, welche, wenn die Nadeln an einem einfachen Sei-denfadeu aufgehangen sind, vom Maximum bei einer völligastatischen Doppclnadcl, wobei bloss die Torsion des Fadenszu überwinden ist, bis zum Minimum einer einfachen, mithin derdirigirenden Kraft des tellurischen Magnetismus ganz unter-liegenden Nadel abnimmt. Zu den bereits erwähnten Galva-nometern verdienen noch folgende hinzugefügt zu werden.Einer Tangentenbussole von weit einfacherer Constructiou,als die beschriebene Nervander’sche (Bd. VI. S. 2498), bedientesich PotJILLET hei seinen bekannten elektrischen Untersuchun-gen. Diese besteht aus einem in einen Kreis von 4 bis 5 Cen-timeter Durchmesser gebogenen, 20 Millim. breiten und 2 Mil-lim. dicken Streifen Kupferblech. Beide Enden des Streifenswerden nahe rechtwinklig umgebogen, so dass der Kreis zwarvollständig, doch aber durch einen kleinen, in Folge zwisclicn-licgender Seide isolirten, Zwischenraum unterbrochen ist. DieReg. Bd. zu Gehler’i Wörterb. C C