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ein Minimum bringen will, ein einfacber dicker Draht mit we-nigen, nur etwa vier Windungen vortreffliche Dienste leistet.Den Multiplicatoren dieser Art, die das eine Extrem bilden, ste-hen die des andern Extrems mit sehr vielen Winduugen entge-gen, für diejenigen Fälle, namentlich bei Reibuugselektricität,wo der Leitungs-Widerstand des Messapparates kein wesent-liches Hiuderniss entgegenstellt, sofern dieser gegen den Ue-bergnngswiderstand oder den bei Erzeugung des Stromes vor-handenen Widerstand als unbedeutend zu betrachten ist. DurchAnwendung von sehr dünuem Drahte hat man neuerdings dieZahl der Windungen ausnehmend vermehrt. Fechner seihstverfertigte sich einen Multiplicator von 16454 par. Fuss Draht,welcher um ein 5 Zoll langes und ebenso breites, 7,1 Lin.hohes Gestell gewunden 12076 Windungen enthielt. Gourjonerzählte mir, dass er Multiplicatoren von 12000 Windungen ver-fertige, die zu 3000, 6000, 9000, uud 12000 Windungen ver-bunden werden könnten und zur Beobachtung der Luftelektri-cität dienteu. Gelingens bedarf man zu feinen Versuchen nichtselten Multiplicatoren von vielen Windungen und FecUNER ge-brauchte schon solche von 16000 Windungen. Bis zu 2000Windungen kann mau sich noch des gewöhnlichen feinen über-sponnenen kupferdrahtes bedienen, ohne dass ihre Gestalt un-förmlich wird, wie dieses bei den sehr grossen nicht wohl ver-meidlich ist. Man thut sehr wohl, beim Verfertigen solcherMultiplicatoren zwei Drähte gleichzeitig neben einander liegenduin das Gestell zu wickeln, so dass mau beim Gebrauche denStrom durch einen der beiden Drähte, oder durch beide vereint,oder auch durch beide gleichzeitig in entgegengesetzter Richtungleiten kann, um im letzteren Falle nur die Differenz beiderStröme zu erhalten. Dass man auf diese Weise auch 3, 4oder mehr Drähte gleichzeitig um die Form wickeln und viel-fach combiniren könne, leuchtet von selbst ein. Eine wesent-liche Verbesserung für die Multiplicatoren im Allgemeinen batJACOBI 1 in Vorschlag gebracht, nämlich unten an die Magnet-nadel ein kleines Platinblech zu befestigen, welches in einkleines Gefäss mit feinem Oel taucht, um die langwierigen Os-cillationen zu. vermeiden. Dieses liülfsmittel wurde zuerst von
1 Bullet, de l’Acad. de Petersb. T. V. Poggendorff Ann. Bd. XLVIII.S. 29.