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Eilfter Band. Sach- und Namen-Register mit ergänzenden Zusätzen [...].
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468 Sachregister.

Elemente der zersetzten Körper, poluriscli werden, und demnacheinen dem primären entgegengesetzten Gegenstrom erzeu-gen, welcher die Wirkung des Hauptstromes schwächt. Aufgleiche Weise werden auch die Flüssigkeiten selbst in Folgevorgeheuder Zersetzung polarisirt. Von den vielen, auf diesenGegenstand sich beziehenden Untersuchungen wird cs genügen,nur diejenigen hier etwas näher zu berücksichtigen, welchesich vorzüglich oder ausschliesslich auf diese Polarisation be-ziehen.

An die bereits (Bd. VIII. S. 87 ff.) erwähnten Arbeiten vonGautherot, Ritter, Marianiri und besonders De la Rive,wozu noch die Bemerkung Arago's 1 hinzugcfUgt werden kann,dass das Eisenfeilicht noch eine Zeit laug an einem Rheophorhängen bleibt, nachdem er schon von der Säule getrennt ist,schliesseu sich zunächst die Untersuchungen Becquerel’s undSciiöRBEIn’s. Die Polarisation der Elektroden und der elektro-lysirten Fliissigkeiteu war bereits durch genügende Beweiseausser Zweifel gestellt, allein es blieb noch übrig, die verschie-denen Modificationcn, unter denen sie auftritt, und die sie er-zeugenden Ursachen genügend auszumitteln. Nach De LA RlVEwerden die Körper in einen eigenthümlichen elektrisch polarenZustand versetzt, nach Becquerel aber soll die Polarisationnur dann auftreteu, wenn die Elektroden in eine salinische Flüs-sigkeit getaucht worden waren, deren Basis sich am negativen,die Säure dagegen ain positiven Pole anhäufe, und würden danndie Elektroden in eine leitende Flüssigkeit gebracht, so ver-bänden sich beide mit einander, uud es müsse daher nach elek-trochemischen Gesetzen ein dem anfänglichen entgegengesetzterStrom entstehen. Zur Widerlegung dieser Hypothese stellteScuÖKBEIN 2 eiue grosse Reihe von Versuchen au. Eine U-för-mig gebogene Glasröhre wurde mit reiner Schwefelsäure ge-füllt uud zwei mit einem Galvanometer verbundene Platiudrähtchineingesenkt, allein es zeigte sich keine Spur eines Stromes;als aber dieselben Drähte nur etliche Secunden mit einer schwa-chen Säule verbunden gewesen waren, zeigte sich nach ihrerVerbindung mit dem Galvanometer ein starker Strom, welchereine geraume Zeit auhält und selbst dann zum Vorschein kommt,

1 Ann. de Chiui. et Phys. T. XXXIV. p. 5.

2 Poggendorff Ann. Bd. XLVI. S. 109.