Säule.
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n mal kleinerem Durchmesser wird L um u mal grösser ma-chen, was unbedeutend ist, werden aber die Platinbleche n mulvergrössert, so wird A als der Hauptthcil des Nenners da-durch n mal verkleinert, da der Uebergangswidcrstand der Flä-che umgekehrt proportional ist, weswegen auch die Gas-entwicklung der Fläche der Elektroden fast proportional ge-funden wurde. Der Mangel der entwickelten Wärme ist Folgeder Schwäche des Stromes, denn in einem von Lenz construir-ten Apparate betrug die Ablenkung der Nadel nur 22°, obgleichdie Gasentwicklung bedeutend war. Eine gleich grosse Ablen-kung gab ein Zink-Kupfer-Paar von 1 Zoll Fläche mit Fluss-wasser, und ein solcher Strom kunn keine messbare Wärmeerzeugen. In Beziehung auf die Ursache des erregten Stromeshat LENZ die Ansicht, dass diese auf dem modilicirendcn Ein-flüsse beruhe, welchen Säure und Alkali auf das Platin aus-üben, wobei er sich auf die bekannte Umkehrung des Stromesbei einer Eisen-Kupfer-Kctte bezieht, welche eintritt, wenn mandiese, statt in verdünnte Schwefelsäure, in concentrirte Schwefel-lebersolution taucht.
Die ausführlichsten Untersuchungen über die Becquerel’scheSäule hat Fechner 1 angcstellt. Genau genommen ist sie Dachihm nichts weniger, als wofür sie von den meisten genommenwurde, nämlich eine ganz neue Erfindung, sondern sie gehörtunter die längst bekunnte Classe der Säulen aus einem Erre-ger der ersten und zwei Erregern der zweiten Art, wie dieseim Sinne der Volta’schen Theorie genannt wurden und wovonbereits im Art. Galvanismus (Bd. IV. S. 855) die Rede war.Später, und weit ausführlicher, als dieses durch Pfaff, denBearbeiter des genannten Artikels, geschehn ist, hat Fechner 1 2die Aufgabe untersucht und das Bekannte durch eigene Versu-che erweitert. Die Erfindung der Bccquerel’schen Kette und dieverschiedenen Ansichten, die sie hervorrief, vcraulassleu Fech-NER, das Problem abermals in seinem ganzen Umfange zu un-tersuchen, wobei er eine ausnehmend grosse Reihe vielfach mo-dificirter Versuche durch Comhinution der verschiedensten Flüs-
1 Poggendorff Ann. Bd. XLVIII. S. 1 und 225.
2 Lehrbuch des Galvanismus und der Elektrochemie. Leipz. 1829.S. 450 ff.