516 - Sachregister.
Tlioncylinder den oberen Rand der Tlioncylinder nicht erreicht;dann füllt man gleichfalls die Tlioncylinder so weit mit ver-dünnter Schwefelsäure, dass nach dem Einsenken der Zinkcy-linder die Flüssigkeit bis zur Höhe von etwa 2 Ein. unter demRande ansteigt, steckt die Kohlcncyliuder in die Gläser, setztdie Thongefässe in diese, senkt in diese die Zinkcylinder anddrückt deren Ringe auf dem Rande des je nächsten Kohlen-cylinders fest. Nach dem Gebrauche werden die Tlioncylinderauf die oben bei der Grove’schen Säule angegebene Weisemit Wasser gereinigt, ebenso die Kohlencylindcr, und im Schat-ten getrocknet. Geber den Wiedergebrauch der Säure findengleichfalls die nämlichen Regeln statt; für kurze Zwischenräu-me kauu man nach dem Auseiuandcrnehmeu der Säule die Sal-petersäure in den Gläsern lassen und diese mit Glasscheibenbedecken.
Schon vor der Rekauntwerdung der hier beschriebenen, ohneWiderrede vortrefflichen Säule veröffentlichte SCHÖNBEIN 1 dieNachricht, dass COOPER mit Kohle statt Platin eine sehr kräf-tige Säule nach Grove’s Art erhalten habe. Gin dieses zucontroliren, verfertigte er sich einen winzigen Apparat aus amal-gamirtem Zink und einer Kohle, die sich iti den zur Bereitungdes Leuchtgas aus Steinkohlen verwandten eisernen Röhrenangesetzt hatte. Die Kohle tauchte in concentrirte Salzsäurein einer porösen Tlionzelle und letztere stand in einem Ge-fiisse von Zink mit gesäuertem Wasser. Nach Cooper verhältsich die elcktrolysirende Kraft der Kohlensäule zur Platinsäuleunter sonst gleichen Bedingungen wie 32 zu 35. Vorzüglichhat man in Frankreich den Nutzen der Kohle als Ersatz desPlatins in der elektrischen Kette anerkannt, es wurden vieledarauf bezügliche Berichte dem Institute mitgetheilt, doch wurdesehr bald und daun fortdauernd Bunsen als der Erfinder ge-nannt. Professor LANDBERG aus Christiania erzählte mir aufseiner Durchreise von Paris , dass er daselbst eineu unglaublichstarken Lichtbogen zwischen Kohlenspitzen gesehn habe, wel-cher durch eine Kohlenbattcrie von 200 Elementen erzeugtwurde und sich im Momente entzündete, als ein Batteriefunkezwischen den Spitzen überschlug.
Beide zuletzt beschriebene Säulen haben die Gnannehin-
1 Peggendorff Ann. Bd. XLIX. S. 589.