Schall.
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bei Weibern und Männern beruht auf der ungleichen Längeder Stimmbänder, denn es fand sich die mittlere Länge heiMännern in Ruhe = 18,25 Milliin., bei stärkster Spannung=23,3, bei Weihern in Ruhe — 12,6, hei stärkster Spannung= 15,6 Milliin., wonach also das Verhältnis im Ganzen 3:2ist. Bei gleicher Spannung lässt sich der Ton durch stärke-res Blasen bis zu etwa einer Quinte und darüber in die Höhetreiben; durch den riiekgehenden Luftstrom (beim Einziehn derLuft) entsteht gar kein Ton und nur zuweilen ein tiefer ras-seluder. Die Erzeugung eines Schwiugungsknotcns durch leiseBerührung der Stimmbänder hat höhere Töne zur Folge, dieLänge des Windrolirs aber hat keine solchen Wirkungen, alsbei einer Kautschuckzuuge, und Müller glaubt daher mitRecht, der wenig veränderlichen Länge der Luftröhre allenEinfluss auf die Tonhöhen absprechen zu müssen. Das dop-pelte Ansatzrohr des menschlichen Stimmorgans, Mundrohr uudNasenrohr, wirkt hinsichtlich der Tonhöhe nur als ein einfa-ches und verändert bloss den Klang. Auch der Kehldeckelscheint keinen weiteren Einfluss zu haben, als dass er beimHerabgedrücktwerden den Ton etwas tiefer uud dumpfer macht.Iler Gaumeubogcn verengert sieb und das Zäpfchen verkürztsich bei höheren* Brusttönen und den Falsettöucn, hei gleichhoheu Tönen ist der Isthmus faucium gleich eug und selbstdie Berührung der Gaumenbogen mit den Fingern ändert denTon nicht.
Nach allem diesen ist das menschliche Stimmorgan einZungenwerk mit doppelten inembrauöseu Zungen uud Fecii-NEr’s 1 Einwurf hiergegen, dass während geöffnet bleibenderStimmritze gar kein Ton entstehn könnte, verwirft Müllerals mit der Erfahrung nicht übereinstimmend; auch darf ichaus eigener Erfahrung wohl hinzusetzeu, dass weder die Blät-ter der Clarinetten, noch die Rohre der Hoboeu uud Fagotts,mindestens bei den tiefen Töneu, völlig geschlossen siud, in-dem in diesem Falle gar kein Ton entsteht. Endlich darfman nur von einer unten verschlossenen Stauge des gewöhn-lichen Schilfrohrs au einer Stelle die äussere hnrte Rinde weg-nehmen, die innere feine Haut mit einem Risse versehn undhineinblasen, um einen Ton zu erhalten, welcher sichtbar durch