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Eilfter Band. Sach- und Namen-Register mit ergänzenden Zusätzen [...].
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538 Sachregister.

die Vibrationen des dünnen ilKutchens entstellt. Auch die An-sicht von Dodart und LlSCOYlUS, wonach die Höhe und Tiefeder Töne von der geringeren und grösseren Weite der Stimm-ritze nbhängt, zeigt sich nach den mitgetheilteu ErfahrungenMüLLER’s als unrichtig.

Von den vielen Nachweisungen über die Menschenstimmcglaube ich folgende aufhehmen zu müssen. Bei den tieferenTönen steigt der Kehlkopf herab und das Ansatzrohr wirdlänger; das liegentheil findet bei deu höheren Tönen statt,auch rücken die liaumenhogen zusammen und das Zäpfchenwird so viel kürzer, je höher die Töne werden. Indess sindnicht die Falsettüne, wohl aber die des Räuspcrns und Sclinar-chens Töne der Guumehbogcn und des Gaumensegels. ImAlter verliert die Stimme an Klang durch die Ossitication derKeblkopfknorpci und die Veränderung der Stinimbäudcr, uuSicherheit durch Abnahme des Imperiums der Nerven auf die.Muskeln und das hier, wie überhaupt, entstehende Zittern derBewegung. Durch anhaltende Anstrengung ermüden die Mus-keln und die Stimme verliert für einige Zeit ihren Klang,dessen (den aller andern Instrumente an Schönheit und Voll-kommenheit übcrbictende) Vorzüge von der dauernden Weich-heit und gleicbmässigen Spannung der im lebenden Zustandesieb lange gleichbleibenden Apparate herrührt.

lieber das Pfeifen mit dem Munde hat MÜLLER am Ende(S. 220) noch einige Sätze hinzugefügt, die zum Theil deroben gegebenen Erklärung des Ursprungs dieser Töne wider-sprechen , wiewohl jene mir noch immer die allein richtige zuseyn scheint. Durch Reibung der Luft au den Rändern ciucrOeflhung kann nicht wohl ein Ton entstehn, weil eigentlicheReibung flüssiger Körper nicht stattGndet. Gegen die ange-führte Behauptung von CAIGNARD-Latour, dass die nämlichenTöne des gewöhnlichen Pfeifeus auch dann erhalten werden,wenn man eine durchlöcherte Korkscheibe zwischen die Lippennimmt (wobei ich voraussetze, dnss die inneren weichen Häutebeider Lippen, denen die Töne ihren Ursprung verdanken,wirklich die Korkscheibe in ihrer ganzen Ausdehnung auf bei-den Seiten berühren und sonach nicht frei schwingen), kann ichnichts anderes antworten, als dass ich diesen Versuch erst selbstsehen müsste, ehe ich das Resultat für erwiesen halte. Voll-kommen richtig dagegen ist der Versuch MüLLKr’s selbst, wo-