Sehen.
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kleines dünnes, mit einer l’incette gehaltenes Glasblättchen,wie man diese bei den Objecthaltcrn der Mikroskope findet,unter einen der Lappen, bebt mit einer zweiten l’incette dieübrigen Lappen und schiebt es auch unter diese. Um das sohcrgestellte Präparat gehörig aufzustellen, legt er einen Ring,ciuen hölzernen Schachteldeckel, etwas weiter, als das Augeist, über dasselbe auf das Wasser, schneidet die überflüssigenMuskeln uud Häute weg und näht die zu diesem Zweck ge-lassenen Reste derselben mit Pferdehauren unter dein Wasserain Deckel rings umher fest, bis der Augapfel, ohne gedrücktzu werden, eine sichere Stütze au ihm bat. l)us Auge lässtsich daun mit dieser Hülle hcrausnehmen; mau steckt die eineSpitze eines Cirkcls so in den Ring, dass beide Cirkelspitzenungefähr in die Ebene der Sehaxe fallen und kann den Cirkclin ein Weinglas stellen, was danu als Stativ dient. Die aufdieser künstlichen Netzhaut entstehenden Milder sind ausneh-mend scharf und lassen sich mit den schärfsten Loupen unter-suchen. Gerling steckte auf die freie Cirkelspitzc einen Kork,durch diesen eine Nähnadel und näherte deren Spitze durchVerschieben oder durch Veränderung der Cirkelüffuung demBilde so lange, bis heim Bewegen des eigenen Auges mit derLoupe keine Parallaxe mehr wahrnehmbar w r ar. Hierbei zeigtesich, dass die Bilder entfernter Gegenstände auf die künstlicheNetzhaut oder in das Innere des Auges vor dieselbe fielen, naheraber in einen merklichen Abstand, welcher hei einem Pfcrdeauffebis zu 7 Millimeter für einen Gegenstand in 110 Millim. Ent-fernung von der Cornea betrug, hiuter die Netzhaut fielen. Alser später die Bilder zweier iu ungleicher Entfernung in gera-der Linie mit dem Auge liegeuder Gegenstände, z. B. einerKerze und eines Fensterkreuzes, mit einander verglich, indemer statt der Nadel die Loupe seihst auf dem Korke der Nadel-spitze befestigte, bemerkte er mit Ueberraschung, dass die Bil-der zweier nicht sehr verschieden entfernter Gegenstände nochmerkliche Parallaxe zeigten, die aber so gering ist, dass man beideBilder mit der Loupe zugleich sieht. Es wird beiläufig hierbeidie interessante Bemerkung gemacht, dass man mit so präpa-rirten Augen die Bilder der Gegenstände, die sich hinter demAuge befinden, auf der Cornea sehen kann.
Die bedeutendste Erweiterung hat die Theorie des Sehensdurch Volkmann erhalten. Um dessen Leistungen besser zu