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Sachregister.
verstehn, muss Folgendes vormisgeschickt werden. Sofern essich ursprünglich darum handelte, dass das Auge ein dioptri-scher, der Camera obscura ähnlicher Apparat scy, und manhierbei zunächst die Krystalllinsc als den vorzüglich wirksamenTheil berücksichtigte, war die Lage und Beschaffenheit deskleinen verkehrten, auf der Retina erzeugten Bildchens durchdie bekannten Wirkungen der biconvexen Linsen gegeben.Hiernach liegt die Mitte eines einzigen gesehenen Gegenstan-des und seines Bildchens bei gerade auf ihn gerichtetem Augein einer geraden, durch die Mitte der Linse gehenden Linie.Handelt cs sich dann um die Bestimmung des optischen Win-kels, also desjenigen, welchen zwei von den äussersten Endeneines gesehenen Objectes durch das Auge bis zum Netzhaut-bildchen gezogene Liuicn bilden, die sich uothwendig in ei-nem -Puncte in der Axe des Auges schneiden müssen, so kannman bei der Kleinheit der Theile des Auges und der zumdeutlichen Sehen erforderlichen Entfernung diesen Durchschnitis-punct oder den Scheitel des optischen Winkels unbedenklich indie Krystalllinse setzen, wie dieses im Wörterbuche (Bd. IV.S. 1434) gcschchu ist, ja es würde selbst nur wenig abwei-chend seyn, wenn man die Spitze des Lichtkegels, dessen Ba-sis auf dem gesehenen Objecte ruht, auf die Oberfläche derCornea setzen wollte, wie man sich zur Versinnlichung biswei-len zu thun erlaubt. Handelt es sich aber um die Frage, inwelchem Puncte die äussersten Randstrahleu eines einzigengesehenen Gegenstandes oder die mittleren Strahlen zweiergleichzeitig gesehenen Gegenstände sich durchkreuzen, so ist diesenach dem, was mir hierüber bekannt wurde, zuerst durch VOLKMANNauf dem Wege der Erfahrung beantwortet worden, und esverdient dieses um so mehr eine dankbare Anerkennung, alsdie theoretische Entwickelung bei dem zusammengesetzten Bauedes iVuges unüberwindliche Schwierigkeiten darbieten dürfte,die aufgefundene Thatsacbe aber noch manche anderweitigeBelehrungen über den Process des Sehens gewährt.
Volkmann 1 begann seine Untersuchungen damit, dass erAugen der weissen Kaninchen, auf deren hinterer Seite man dieNctzhautbildchen wegen des fehlenden Pigmcntum nigrum sehen
1 Neue Beiträge zur Physiologie des Gesichtssinnes. Leipz. 1836-S. 24 ff. Vergl. Poggendorff Ana. Bd. XXXVII. S. 342.