Sehen.
559
kann, auf eine Scheibe legte, die sich auf einem Diopterlinealeum ihre verticale Axe umdrehn liess, und durch das Netzhaut-bildchen nach der dieses erzeugenden Lichtflamme visirte. In-dem dieses dann mit zwei in einiger horizontaler Entfernungvon einander abstehenden Objecten geschah, ergab sich ausder Eage der verticaleu Axe, um welche das Auge hierbei ge-dreht wurde, dass dieser Durchkreuzuugspuuct der Lichtstrah-len hinter die Linse fällt. Um diesen Punct für das Auge le-bender Menschen aufzuliuden, diente folgendes sinnreich ausge-p.^dachte» Verfallreu. AB CI) sey ein Lineal mit einer geraden 49 .Linie abd, welche hei horizontaler Lage des Lineals in dieverlängerte Augenaxe xa gebracht wird. Aul ihr befindensich die beiden Perpendikel de und h f, und die Puucte b, d,e, f wurden zur genaueren Bestimmung mit Huurvisircu ver-seht]. Wenn daun heim Visiren h und d; f und e sich deck-ten, so liess sich aus den bekannten Grössen de, bf, db dieLinie de und der Winkel dc e, also auch der Durchkreuzungs-punct c linden. Zur Erreichung grösserer Genauigkeit undBequemlichkeit des Messens liess sich VOLKHANN einen eigenenApparat, Gesichtswiukelmesscr genannt, verfertigen.Dieser besteht aus einem Bretcheu ABCl) mit einem Aus-Fig.schuitte bei A, um durch Aufsetzen auf die Nase die gehörige ^Festigkeit zu erhalten. Durch Fixircn eines Punctes d, wel-cher durch b gedeckt wurde, wur es möglich, die verlängerteAugenaxe abd zu erhalten. Bei h belindct sich in 6 ZollEntfernung von a eiu Haarvisir, bei I ein Diopter mit einemsehr feinen Loche, in welchem beim Gebrauche das Ilaar bschwebend geselm wurde. Ein zweites llaarvisir war im l’unctec einen Zoll weit von b und pcrpeudiculär auf uh befestigt;es staud auf einer Scheibe, um welche sich ein Ring ss inhorizontaler Ebene drehte. An der Scheibe ist ein Diopterli-ncal rr befestigt, mit einem feinen Diopter bei in, welches sichso um c drehen lässt, dass das Auge gleichzeitig das Visir b
durch das Dioptcrloch 1 und das Visir c durch m sicht, und
wenn yler Apparat hierauf genau eingestellt worden ist, so gebendie Visirliuien die Sehstrableu und der Winkel bet lässt sichmittelst des Gradbogens uu und des Nonius tt bis auf 3 Mi-nuten genau messen. Wird der Rand A D an das untere Au-
gcnlicd fest augedrückt, so schwebt der vorderste Punct derHornhaut nicht Uber dem Puucte a, sondern Uber einem nicht