Thermometer.
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lier längere Zeit ungebraucht gelegen haben. Aus seinen Ver-suchen erhielt er dann folgende Resultate: 1) Zwei in ihrenfesten Puncten übereinstimmende Thermometer können in denzwischeuliegenden Graden Unterschiede zcigeu, die man aberin den meisten Fällen als zu unbedeutend vernachlässigen darf.2) Haben zwei in ihren festen Puncten übereinstimmende Ther-mometer Gefasse, das eine von Krystallglas, das andere vongemeinem Glase, so küuuen sic in Temperaturen von 250° bis300° um mehrere Grade abwcicheu. 3) Die Intervalle zwischenden festen Puncten bleiben sich nicht stets gleich; Gefässc ausgewöhnlichem Glase sind aber in dieser.Reziehung besser, alsaus Krystallglnse.
Aus deii Versuchen folgt also im Allgemeinen, dass uuclidie besten Thermometer Unrichtigkeiten zeigen können, diehei manchen sehr feinen Bestimmungen eigentlich nicht ver-nachlässigt werden dürften. PoGGENDORFF bemerkt indess da-bei, dass die grossen, von Pierre beobachteten Abweichungenwohl durch die Verbindung von Röhren aus gemeinem Glasemit Gelassen aus Krystallglas und umgekehrt berbeigcfiihrt wordenscyn möchten, wiewohl auch hei gleichem Glase und gleich-massiger Ausdehnung desselben merkliche Abweichungen statt-finden können. Nach PoGGERDORFF ist nämlich, wenn l-f-4 tund 1 + die wahren Volumina des Quecksilbers, 1 -f-
und 1 + d lü0 die wahren Volumina des Glases, beides hei t°und 100° bezeichnen, die Zahl qt der Grade des Quccksilbcr-thermometers bei t Graden
1t =
4 t — dt■^100 djoo
1 + g Jn
1 + dt
U00.
Setzt mau die Ausdehnuug des Glases hei 100° = 0,0025und 0,0021, so ist für beide
für wahre Thermometerstaud
Temperatur
50° d 100 =0,0025, d 100 = 0,0021
300° 50,07 50,05
298,51 298,75.
Der Unterschied beider Abweichungen ist also für 50°=0°,02,hei 300° = — 0°,24, bei den Temperaturen zwischen deufesten Puncten des Thermometers also verschwindend. Für