684 Sachregister.
Millim. Dürfen wir diese Grösse als genau betrachten so lässtsich hieraus die constante Correction entnehmen, welche beidem vortrefflichen, von Precutl erfundenen, Dampfmesser (Bd-X. S. 1686) angebracht werden muss, wenn er sick längereZeit in einem Raume von 0° Temperatur befunden bat, undes ist dann leicht, die Elasticität des Wasserdanfyfes bis zuden tiefsten Temperaturen im Freien, ohne Aufwand künstlicherMittel oft wiederholt, zu messen, wenn man nur dafür Sorgeträgt, dass die Temperatur des Raumes, worin sich der Appa-rat beiiudet, lange genug constant bleibt.
RegnaüIT gesteht zu, was auch im Wörterbuche als theo-retisch begründet angegeben worden ist, dass es einen analy-tischen Ausdruck für die Elasticität des Wasserdanpfcs alsFunction der Temperatur für höhere sowohl, als auck niedereThcrinometergrade geben müsse, und er will einen solchcuAusdruck auch künftig aufsuchen, w'enn seine Versuche nochweiter gediehen sind. Vorläufig hat er für die Temperaturenzwischen den beiden festen Fuucten des Thermometers die For-mel von Biot 1 gewählt, wonach
log. e = a -f- b a* + c ß 1
ist, wenn e die Elasticität in Millim., t die Temperatur in Ccn-tcsimalgraden bezeichnen, die 5 anderen Grössen aber aus denBeobachtungen genommen werden. Aus fünf für 0°; 25°;50°; 75° und 100° gemessenen Werthen ergiebt sichlog . « — 0,0068650log . ß = Ü967249log . h =- 2,1340339log . c = 0,6116485a = 4,738438.
Diese Formel giebt Werthe, welche den beobachteten sehr nahekommen, so lange die Temperaturen innerhalb der festen I’uuctcdes Thermometers bleiben, für Grade unter 0° sind aber dieberechneten Werthe stets grösser, als die beobachteten, undder Unterschied steigt bei —25° schon auf 0,25 Millim., wasgewiss absolut nicht viel ist; doch wählte RegnAULT zur Be-rechnung folgenden einfachen Ausdruck:
e = a -J- b « x ,
1 Compt. rend. T. XII. p. 150.